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Vegetationsreport: pH-Wert des Bodens und Kalkung

© Mühlhausen/landpixel
von , am
27.08.2014

Der pH-Wert ist ein Merkmal für den Reaktionszustand bzw. Säuren- und Basengehaltes des Bodens. Anhand des pH-Wertes und Tonanteils des Bodens kann der Kalkbedarf abgeleitet werden.

Ohne den standortgerechten pH-Wert ist die Wirkung aller anderen Produktionsfaktoren eingeschränkt. © Mühlhausen/landpixel
Der pH-Wert des Bodens beeinflusst die Bodenfruchtbarkeit, die Nährstoffverfügbarkeit und -aufnahme sowie die Anfälligkeit gegenüber Schwarzbeinigkeit (Gaeumannomyces graminis). Besonders sandige Böden haben einen niedrigen pH-Wert und ein geringes Pufferungsvermögen.
 
Das Problem von leichten Böden mit zusätzlichen Winterniederschlägen ist die Auswaschung der Nährstoffe. Auf leichten Standorten liegen die Ionen hauptsächlich in gelöster Form vor. Besonders zweiwertige Kationen wie Calcium und Magnesium sind leicht aus der oberen Bodenschicht auswaschbar. Der Nährstoff Calcium beeinflusst den pH-Wert und die Bodenstruktur in großem Maße. Eine unzureichende Kalkversorgung kann zu erheblichen Ertragsausfällen führen.

Kalkbedarf ermitteln

Anhand des pH-Wertes und Tonanteils des Bodens kann der Kalkbedarf abgeleitet werden. Auf niedrige pH-Werte regieren besonders Gerste, Leguminosen, Sonnenblumen und Zuckerrüben empfindlich. Böden, die eine Versorgungsstufe im C- oder B-Bereich haben, können in der Fruchtfolge gekalkt werden.
 
Die Erhaltungskalkung mit kohlensauren Kalken sollte auf die Stoppel zur Getreidevorfrucht vor Blattfrüchten (Raps, Zuckerrüben, Leguminosen) erfolgen, damit ist die Wirkung zur nachfolgenden Blattfrucht gesichert. Bei extrem niedrigen pH-Werten empfiehlt es sich, kohlensauren Kalk auf die Stoppel zu streuen und gekörnten (Mg-) Branntkalk vor der Saat auszubringen.
 
Weitere Folgen des Vegetationsreport  2014 finden Sie hier.

Vegetationsreport: Sonnenblumen in der Fruchtfolge (27. Aug)

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