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Vegetationsreport: Ein Rückblick auf 2013

am Mittwoch, 23.10.2013 - 16:50 (Jetzt kommentieren)

Im letzten Vegetationsreport 2013 lässt N.U. Agrar-Pflanzenbauexpertin Kathleen Brehmer das Jahr aus pflanzenbaulicher Sicht noch einmal in Kürze Revue passieren.


Das Jahr begann mit einer außergewöhnlich langen und kalten Phase - bis in den Mai hinein lag noch Schnee. Der Monat März wurde als kältester Monat seit fast 130 Jahren aufgezeichnet. Er war 4 bis 6 °C kälter als das langjährige Mittel. Der späte Vegetationsbeginn führte zu einer geringen Bestockungsphase im Getreide. Dieses wirkte sich jedoch nicht besonders negativ auf die Erträge aus, da sich viele Bestände im Herbst gut entwickelt haben, ein gesundes und kräftiges Wurzelsystem hatten sowie durch Kornzahl und TKG viel kompensieren konnten.
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Mai bringt massive Niederschläge

Der gesamte Frühling in Europa hat spät begonnen und war verregnet. Besonders der Monat Mai bleibt aufgrund der vielen Niederschläge, kühlen Temperaturen und geringen Strahlung unvergessen. Beispielsweise gab es nur eine kurze Phase für die Maisaussaat und erst im Juni begann eine zügige Pflanzenentwicklung. Die unterschiedlichen Reaktionen der Sorten auf kühle Temperaturen zur Jugendentwicklung konnte in diesem Jahr gut beobachtet werden.
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Der Mai war gebietsweise der niederschlagsreichste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Es fielen in einigen Regionen knapp 200 mm Regen - das ist doppelt so viel Niederschlag wie im langjährigen Mittel. Die Getreideerträge fielen auf schweren, undurchlässigen Böden nach den hohen Niederschlägen ab, in anderen Regionen wurden überdurchschnittlich hohe Erträge erzielt.

Verzettelter Feldaufgang im Herbst

Die vielen Niederschläge führten in Mitteleuropa zu einem Hochwasser im Mai bis Juni. Insgesamt kam es in sieben Ländern zu schweren Überflutungen. Die Folgen sind derzeit noch zu spüren - eine Getreideaussaat auf den überfluteten tonreichen Ackerböden ist zurzeit nur durch den Einsatz von Pflug und Kreiselegge zu bewältigen.
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Der September war vielerorts relativ trocken und führte zu einem verzettelten Feldaufgang vom Raps. Das schlecht verteilte und zähe Stroh tat das Übrige. Zurzeit sind die Temperaturen noch ungewöhnlich hoch.
 
Hier finden Sie noch einmal alle Folgen des Vegetationsreports 2013.

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