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Vegetationsreport: Das Wichtigste zur Sikkation

von , am
17.07.2013

In einigen Regionen ist der Einsatz von Glyphosat vor der Ernte, auch Sikkation genannt, in diesem Jahr notwendig, obwohl das Thema kontrovers und heftig diskutiert wird.

Sikkation ("Austrocknen") führt zu einer gleichmäßigen Abreife und leichteren Ernte. Aufgrund des späten Vegetationsbeginns und der hohe Niederschläge im Frühjahr sind ein hoher Unkrautdurchwuchs, Zwiewuchs und Lagergetreide aufgetreten. Eine Maßnahme ist angebracht, wenn mehr als zehn Prozent Durchwuchs mit Unkräutern oder Zwiewuchs vorhanden sind. Es reicht aus, wenn nur betroffene Stellen (Knicks, Vorgewende, etc.) abgespritzt werden. Ein hoher Unkrautdruck im Bestand führt beispielsweise zu einer hohen Kornfeuchte und Fremdbesatz sowie einem geringeren Ertrag und einem erschwerten Mähdrusch.
 
Vorteile:
  • gleichmäßige Abreife
  • Unkräuter und Quecken werden bekämpft
  • höhere Druschleistung
  • bessere Erntequalität (geringere Verluste)
  • sichere Lagerung
Anwendung:
  • ist nicht in Brau- oder Saatgutgetreide erlaubt
  • nur einmal in der Vegetation
  • vorteilhaft sind talowaminfreie Produkte ("TF")
  • ein zu früher Einsatz führt zu Ertragseinbußen
  • je nach Produkt sieben bis 14 Tage vor der Ernte
  • wenn die Mehrzahl der Körner abgereift ist bzw. die ersten Rapskörner sich braun färben (EC 89)
Applikationstechnik: Eine gute Benetzung und eine hohe Konzentration ist entscheidend für eine sichere Wirkung
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