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Orientalisches Zackenschötchen

Videotipp: Mit Galloways gegen invasive Unkräuter

Fremde Unkräuter wie Orientalisches Zackenschötchen breiten sich aus. Landschaftpflege kann aber auch ohne Chemie funktionieren.

am Montag, 12.07.2021 - 15:02

Das Naturschutzgebiet Maingestellgraben in Unterfranken ist bekannt für seine einzigartige Tier- und Pflanzenwelt. Doch die ist bedroht, weil sich eingewanderte Pflanzenarten wie die Goldrute oder das Orientalische Zackenschötchen mehr und mehr ausbreiten.

Diese so genannten Neophyten haben oft keine natürlichen Feinde, siedeln sich zuerst entlang von Straßenrändern an und wandern dann in die Flächen ein. So auch im hügeligen Naturschutzgebiet nahe Karlstadt.

"Man müsste sie dort aufwendig mechanisch bekämpfen, etwa mit Messerbalken oder Freischneidern", sagt Herbert Kirsch. Der Landschaftspfleger aus dem Landkreis Mais-Spessart sorgt sich um die Artenvielfalt mit Orchideen und Arten von der roten Liste.

Gemeinsam mit Rinderhalter Andreas Hartmann hat Kirsch eine sanftere Art der Landschaftspflege eingeführt. Robuste Galloway-Mutterkühe und ihre Kälber halten Weiden und Gehölze frei von Unkräutern. Sie sind leicht, schädigen den Boden nicht durch Tritt und fressen auch die und invasiven Arten. Die heimischen Arten sind über Jahrtausende an die Beweidung angepasst.

Für diesen Aufwand zahlt der Landschaftspflegeverband den üblichen Satz für Pflegeleistungen in Höhe von 450 Euro/ha - unter dem Strich eine kostengünstige Pflegemaßnahme.

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