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Forst

Wäldern in Mecklenburg-Vorpommern geht es besser

von , am
07.03.2013

Schwerin - Der Gesundheitszustand der Wälder in Mecklenburg-Vorpommern hat sich gegenüber dem Vorjahr leicht verbessert. Das geht aus dem Waldzustandsbericht hervor.

Eichen machen nur gut zehn Prozent aller Waldbäume aus. © Ich-und-Du/pixelio.de
"Es ist besonders erfreulich, dass der Anteil der gesunden Bäume bei uns seit 2011 um sechs Prozentpunkte auf 36 Prozent gestiegen ist und wir gleichzeitig einen Rückgang bei Bäumen mit deutlichen Schädigungen auf 17 Prozent feststellen konnten", erklärte Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus bei der Vorstellung des Berichts.
 
Dabei sei der gute Waldzustand 2012 maßgeblich durch die weitere Verbesserung des Kronenzustandes der Kiefer und durch die Regeneration fast aller Waldbäume nach einer starken Fruchtausbildung im Jahr 2011 beeinflusst worden.

Kiefern geht es besser

Laut Agrarressort hat sich der mittlere Nadelverlust bei der Kiefer, die aktuell 39,5 Prozent der bestockten Fläche einnimmt, geringfügig um 0,7 Prozentpunkte auf nur noch 17,9 Prozent verringert. Der entsprechende Wert sei bei Fichten und sonstigen Nadelbäume sogar um 2,6 Prozentpunkte auf 16,9 Prozent gesunken. Bei Eichen habe sich der mittlere Blattverlust dagegen mit 21,8 Prozent wie schon im Vorjahr auf einem hohen Niveau bewegt, während der Wert bei den übrigen Laubbäumen leicht auf 18,9 Prozent angestiegen sei.

Klimawandel macht dem Wald zu schaffen

"Der langjährige negative Trend, insbesondere bei älteren Eichen, zeigt alle Aspekte eines latent vorhandenen Baumsterbens", erläuterte Backhaus. Dieses sei wahrscheinlich die Folge der klimatischen Stressereignisse der letzten 20 Jahre. Hinzu kämen eine Vielzahl von Umweltfaktoren wie Stoffeinträge, biotische Schäden sowie Witterung und Klima, die auf die Wälder wirkten und zu einer permanenten Veränderung des Waldzustandes führten. Insgesamt hätten die Schadstoffeinträge aus der Luft seit Beginn der neunziger Jahre jedoch abgenommen. Dies darf nach Ansicht des SPD-Politikers aber kein Anlass sein, mit den Anstrengungen zur Gesundung der Wälder aufzuhören.

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