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Forst

Waldbrandstatistik: 520 Hektar fallen Flammen zum Opfer

von , am
16.05.2011

Berlin - Rund 4.000 Hektar Waldfläche wurden in den vergangenen zehn Jahren durch Waldbrände zerstört. 2010 waren es 520 Hektar. Die Ursache bleibt oft unbekannt.

Forstleute fürchten erhöhte Waldbrandgefahr. © Mühlhausen/landpixel
Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) fasst jährlich die in Deutschland gemeldeten Waldbrände, deren Ursachen sowie die damit verbundenen wirtschaftlichen Schäden zusammen. Seit 2001 wurden insgesamt über 8.800 Waldbrände auf einer Fläche von 4.077 Hektar gemeldet.

Ursache bleibt häufig unbekannt

Durch Brandstiftung und Fahrlässigkeit wurden jeweils rund 22 Prozent der deutschen Waldbrände verursacht. In über 44 Prozent der Fälle ist die Ursache der Brände unbekannt. Waldbrände entstehen auch durch sonstige handlungsbedingte Einwirkungen wie zum Beispiel Funkenflug der Eisenbahn oder durch natürliche Ursachen beispielsweise Blitze. Der jährliche Schaden liegt durchschnittlich bei fast einer Million Euro oder 2.500 Euro pro Hektar.
 
Allein 2010 belief sich der wirtschaftliche Schadenswert durch nicht verwertbares Holz auf 1,14 Millionen Euro.

520 Hektar Wald in 2010 zerstört

In 2010 wurden in Deutschland insgesamt rund 520 Hektar Wald zerstört; davon allein annähernd 300 Hektar in Brandenburg. Die Waldbrandgefahr war im Juni und Juli mit 160 und 362 gemeldeten Bränden - neben dem Frühjahr (April, 128 Brände) - am höchsten. Über 2,6 Millionen Euro wurden gemeinsam von der öffentlichen Forstverwaltung und privaten Hand für die Waldbrandvorbeugung und Kontrolle ausgegeben. 
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