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Erntebilanz

Weizen: Ernte in NRW 6,5 dt unter dem langjährigen Mittel

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Redaktion agrarheute, agrarheute
am
28.08.2017

Die rheinische Getreideernte war 2017 leicht unterdurchschnittlich. Laut des Statischen Landesamtes IT NRW wurde 2,5 % weniger als im Vorjahr geerntet.

"Im Rheinland wurden in diesem Jahr auf 140.000 ha Getreide (davon Brotgetreide 97.100 ha) angebaut und der Ertrag fiel über alle Getreidearten um 4,8 % geringer aus", erklärt der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) zur Ernte 2017. Bei der wichtigsten Getreideart Winterweizen mit 94.400 ha sank der Ertrag um 3,3 % auf 76 dt/ha.

Für NRW ergab sich beim Winterweizen ein vorläufiges Ergebnis von 79,7 dt/ha, das noch leicht unter dem bereits nicht zufriedenstellenden Vorjahr und 6,5 dt unter dem langjährigen Mittel lag. Weniger als 80 dt je ha hat es landesweit seit 2010 nicht mehr gegeben.

Beim Vergleich der Landesteile fällt auf, dass der westfälische Weizenertrag mit 81,7 dt/ha um 5,7 dt höher als im Rheinland ausfiel. "Dies liegt sicher an der regional unterschiedlichen Niederschlagsverteilung. Diese hat das Ertragsniveau in diesem Jahr in erheblichem Maße mitbestimmt", heißt es von Seiten der RLV.

Gute russische Ernte drückt auf die Preise

Leider seien auch die Preise nicht berauschend, meint der RLV. Sie stünden unter Druck, unter anderem da eine gute russische Ernte erwartet werde. "Wenn man auf andere Regionen in Deutschland schaut, wo es teilweise viel zu starke Niederschläge gab, sind wir mit einem blauen Auge davon gekommen. Trotz des Regens im August war die Ernte von zu wenig Niederschlag geprägt", zieht der RLV Bilanz.

"Jeder Tropfen, der gefehlt hat, war bei der Ernte zu spüren", betont der RLV. Die Ernte im Rheinland ist sehr unterschiedlich ausgefallen - je nach Niederschlagsregion. Sie reicht von „schlechteste Ernte seit Jahren“ bis „zufriedenstellend“. In den niederschlagsärmeren Gebieten an den Rheinterrassen Köln, Düsseldorf, aber auch am Niederrhein und in der Voreifel, lagen die Ernten aufgrund des Regendefizits nur bei 50 bis 75 dt/ha. In anderen Gebieten mit mehr Regen gab es aber 100 dt/ha.

"Das Wetter wird in Zukunft nicht berechenbarer werden. Die Landwirte sind die Berufsgruppe, die den Klimawandel am meisten spürt", so der Verband. Wie der Deutsche Bauernverband fordert der RLV deshalb von Seiten der Politik eine verwaltungstechnisch einfache, steuerfreie Risikoausgleichsrücklage einzuführen - und zwar dauerhaft.

Mit Material von RLV

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