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Aus der Wirtschaft

Weizen: Große Produktion, kleine Bilanz

© landpixel
von , am
03.08.2013

Der Internationale Getreiderat (IGC) hat die globale Weizenernte für das neue Wirtschaftsjahr 2013/14 um weitere 4 Millionen Tonnen nach oben gesetzt. Auch der globale Weizenverbrauch steigt.

An der Matif war die Tonne Weizen nur noch 146,75 Euro je Tonne wert. © Mühlhausen/landpixel
Der IGC geht nach neusten Prognosen von einer Weizenernte von 687 Millionen Tonnen (Mio. t) aus und rückt damit näher an die Ernteerwartung des USDA heran. Als Grund für die Korrektur der Produktionsschätzung nach oben nennt der IGC unter anderem die größer erwartete Weizenernte in der EU. Allerdings hat die IGC auch den Verbrauch von Weizen um 4 Mio. t auf 686 Mio. t nach oben geschraubt und geht damit von einer gerade einmal ausgeglichenen globalen Weizenbilanz aus.
 
Das heißt auch, dass es trotz der sehr guten Ernte keinen Bestandsaufbau geben wird. Vielmehr hat der IGC seine Prognose zur Entwicklung der Weizenbestände gegenüber der letzten Schätzung um 5 Mio. t auf nur noch 176 Mio. t nach unter korrigiert und belässt die Endbestände damit fast auf dem sehr niedrigen Vorjahresniveau von 175 Mio. t.

Enge Bilanz stützt die Preise

Dr. Olaf Zinke / Redaktionsleiter marktkompass © dlv
Diese trotz der guten Ernte sehr enge Marktversorgung dürfte die Weizenpreise sicherlich stützten, bringt jedoch gleichzeitig eine hohe Volatilität in den Markt. Leicht auf 139 Mio. t nach oben nimmt der IGC gegenüber dem Vormonat den Weizenhandel. Einer der Gründe hierfür ist die größere Nachfrage Chinas die bereits zu Beginn dieses Wirtschaftsjahres die Exportpreise bei Weizen stützte und einen stärkeren Preisrückgang verhinderte.
 
Die globalen Exportpreise für Weizen habe sich im Juli nach den Daten des IGC im Vergleich zu Mais oder auch Soja ausgesprochen gut behauptet. Grund ist die anhaltend robuste Nachfrage von aus Nordafrika (Ägypten, Algerien) und aus dem Nahen Osten sowie der zusätzliche Bedarf Chinas. Anfang August lagen die Exportpreise für Weizen an den wichtigsten Exporthäfen im Schnitt nur 1 Prozent niedriger als 4 Wochen zuvor.
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