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Weizen kratzt an der 180-Euro-Marke

Dr. Olaf Zinke/agrarmanager/Hermann Krauß/agrarheute
am
26.10.2015

Die europäischen Weizenpreise können sich kurz vor dem Monatswechsel weiter erholen und erreichen zum Beginn der aktuellen Woche wieder die 180-Euro-Marke.

In der letzten Woche konnte der Weizen an den euopäischen Märkten zulegen. © Mühlhausen/landpixel
Der vordere Dezemberkontrakt für den Matif-Weizen ging am Freitag mit 179,0 Euro/t aus dem Handel und notiert am Monat Mittag knapp unter 180 Euro/t. Ein Grund für den Preisanstieg sind nach Angaben von Dr. Olaf Zinke, Marktexperte beim agrarmanager, die Meldungen über Niederschlagsmangel in einigen wichtigen südlichen Anbaugebieten für Winterweizen der USA (Kansas, Oklahoma). In anderen Regionen (Texas und Nordosten) hat es hingegen zuletzt reichlich geregnet.
 
In Südrussland war es zuletzt trotz vereinzelter Niederschläge ebenfalls weiterhin zu trocken und zudem nimmt in Russland die Gefahr von Frostschäden beim Weizen zu. Ähnlich ist die Situation in der Westukraine mit anhaltendem Niederschlagsmangel und wachsender Frostgefahr.
 
Allerdings haben die Europäer zuletzt einige Probleme beim Export, während die Weizen-Ausfuhr Russlands und der Ukraine im Oktober sehr gut gelaufen ist.

Europäische Kassapreise sind gestiegen

Am deutschen Kassamarkt sind die Weizenpreise in der vorigen Woche moderat gestiegen:
  • Am Freitag (23. Oktober) notierte man den Brotweizen mit 12 % Protein am deutschen Exporthafen in Hamburg mit 176 Euro/t, drei Euro mehr als zu Wochenbeginn.

  • Für den A-Weizen mit 13 % Protein wurden am Exporthafen Hamburg am Freitag etwa 183 Euro/t geboten und damit auch drei Euro mehr als zu Beginn der Woche.

  • Für E-Weizen mit 14 % Protein lagen die Angebotspreise in Hamburg am vorigen Freitag bei 196 Euro und damit rund drei Euro höher als zum Beginn der Woche.
Eine ausführliche Marktübersicht und Hintergründe finden Sie als Abonnent auf der Internetseite des agrarmanagers.
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