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Analyse

Weizenpreis liegt aktuell 24 Euro unter dem Vorjahr

Zum Verzweifeln: Regenfälle stoppen immer wieder die Getreideernte. Nur Wintergerste ist komplett vom Feld. © Mühlhausen/landpixel
Dr. Olaf Zinke, agrarmanager
am
11.01.2016

Die erste Januarwoche endete in Europa und den USA mit einer Preiserholung bei Weizen und Mais sowie mit behaupteten Kursen für Soja und Sojaöl. Die europäischen Rapspreise gaben hingegen nochmals nach.

Insgesamt überwog in der vorigen Woche eine bärische Grundstimmung an den Terminmärkten. Dabei waren die Agrarmärkte jedoch nur Teil einer insgesamt nach unten gerichteten Preisbewegung an den weltweiten Rohstoff- und Aktienmärkten, ausgelöst und verstärkt durch pessimistische Wirtschafts-, Wachstums- und Importprognosen für China und die fortgesetzte Abwertung der chinesischen Währung.

Weizen überwindet wieder die 170-Euro-Marke

Der aktuelle Weizenpreis liegt 24 Euro unter dem Niveau des Vorjahres © hapo/landpixel

Wie Marktexperte Dr. Olaf Zinke vom agrarmanager schreibt, haben die europäischen Weizenpreise am Freitag wieder die 170-Euro-Marke überwunden. Der vordere Märzkontrakt für den Matif-Weizen beendete den Handel bei 171,50 Euro/t. Im Vergleich zum Vortag sind die Weizenpreise damit recht deutlich um zwei Euro gestiegen. Das Preisniveau vom vorigen Jahr mit 195,50 Euro je Tonne verfehlten die Weizenpreise für den Märztermin um 24,00 Euro.

Alle Hintergründe zu den aktuellen Preisenwicklungen finden Sie hier.

Rapspreise bleiben unter 370 Euro

Die Rapspreise haben am Freitag den dritten Handelstag in Folge nachgegeben. Der vordere Februarkontrakt beendete den Handel am Freitag bei 366,75 Euro und damit 1,50 Euro niedriger als am Vortag. Das Preisniveau der Vorwoche von 370,50 Euro wurde vom Februar-Raps um 3,75 Euro verfehlt. Im Vergleich zum Vorjahr (359,5 Euro) sind die vorderen Rapspreiseam europäischen Terminmarkt 7,25 Euro höher.

Maispreise wieder über 160 Euro

Die Maispreise haben am europäischen Terminmarkt am Freitag kräftig zugelegt. Der vordere Märzkontrakt wurde am Freitag mit 160,50 Euro gehandelt und damit 2,25 Euro höher als am Vortag. Das Preisniveau der Vorwoche mit 161,50 Euro wurde vom März-Mais damit wieder erreicht. Die Maispreise vom Vorjahr mit 165,00 Euro wurden am europäischen Terminmarkt um 4,50  Euro verfehlt.

Weizenernte der Superlative: Die Rekordhalter und ihre Maschinen

Die Weizenernte bei Rod Smith ist in vollem Gange! © Agrii
Smith konnte auf seinem Betrieb an der Küste von Northumberland 16,52 Tonnen Weizen pro Hektar ernten. © Agrii
Bei Rod Smith und seinen Mitarbeitern herrscht beste Stimmung. Die Bedingungen in England schienen 2015 perfekt für den Weizen gewesen zu sein. © Agrii
Das Weltrekord-Team hat Grund zum Feiern. Sie haben den Titel nach England geholt. © Agrii
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