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Bodenprobe

Winterzeit: So ziehen Sie die Nmin-Proben

Bodenprobe
am Montag, 13.01.2020 - 15:23 (Jetzt kommentieren)

Leichter Frost ist die beste Zeit für die Nmin-Beprobung. Denn entscheidend ist die Temperatur. Worauf Sie jetzt achten sollten.

Auch wenn es in diesen Tagen viel zu mild ist, steht der Kalender noch auf Winter. Das ist grundsätzlich die beste Zeit für eine Nmin-Bodenprobe. Die letzte Bodenbearbeitung sollte mindestens sechs Wochen zurückliegen, bis Vegetationsbeginn und der ersten Stickstoffdüngung sollten noch zwei Wochen verbleiben.

Das Dienstleistungszentrum ländlicher Raum (DLR) Eifel als zuständige Landesbehörde in Rheinland-Pfalz gibt aktuelle Tipps zur Beprobung.

Leichter Frost ist optimal

Für das DLR-Beratungsgebiet werden zum Monatsende Januar günstige Witterungsbedingungen für die Nmin-Probenahme vorhergesagt, die nach der aktuellen Landesdüngeverordnung vorgeschrieben sind. Vor allem also sinkende Temperaturen.

Die Temperaturen sollen deutlich unter 10 °C liegen und es ist teilweise mit leichtem Frost zu rechnen. „Dies sind optimale Bedingungen, um die anstehenden Nmin-Proben bei Winterraps und Wintergetreide zu ziehen“, heißt es von den DLR-Beratern.

Unbedingt durchgängig kühlen

Beim Probenziehen ist die Anleitung genau zu beachten. „Nmin-Proben müssen ganz anders behandelt werden als ‚normale‘ Bodenproben. Das heißt: Schon bei der Probenahme und zu jedem späteren Zeitpunkt dürfen die Proben nicht wärmer als 5 °C werden.“

Eine kleine Binsenweisheit: Die Stellen mit dem höchsten Ertrag im Schlag lassen bei gleicher Düngung niedrigere Werte erwarten als die Stellen mit geringem Ertrag. Daher kann es sinnvoll sein, mehr als die vorgeschriebene Probenzahl untersuchen zu lassen.

Der richtige Mix: Nicht zu viel Material ziehen

Für die Probenahme benötigen Sie besondere Bohrstöcke, mit denen Sie bis in die gewünschte Tiefe vordringen können. Achten Sie dabei darauf, dass der Probenahmestock einen möglichst kleinen Durchmesser hat. Das reduziert die Bodenmenge und erleichtert die Erstellung einer Mischprobe aus den vielen Einstichen. Für die Untersuchung werden nur rund 500 g Boden benötigt.

Die anerkannten Bodenuntersuchungslabors bieten Probensets für den sicheren und gekühlten Versand an. Das Probenbegleitblatt muss ausgefüllt sein und das Merkblatt gibt Hilfestellung beim Erstellen der Probe.

Für Rheinland-Pfalz finden Sie im Geobox-Viewer im Fachbereich Pflanzenbau Informationen über die durchwurzelbare Tiefe. Hier können Sie nachschauen, ob Sie die Nmin-Proben bis 90 cm oder nur bis 60 cm Tiefe ziehen müssen. Bei einer maximal durchwurzelbaren Tiefe von 70 cm sind Nmin-Proben nur bis 60 cm zu ziehen.

Mit Material von DLR Eifel
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