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Zuckerrüben

Bayern: Später Kampagnenstart und kleinere Ernte

von , am
18.10.2013

München - Deutlich später als gewohnt hat in den beiden bayerischen Zuckerfabriken in Rain am Lech und in Plattling die Rübenernte begonnen.

Schleswig-Holstein überschreitet zum ersten Mal die Grenze von 20 t Zucker pro Hektar. © Mühlhausen/landpixel
In den ersten Tagen wurden über 2.000 Ladungen Zuckerrüben angeliefert. Dies ist zwar ordentlich, verglichen mit dem vergangenen Jahr aber wenig. Vor gut zwölf Monaten wurden zum gleichen Zeitpunkt bereits rund 25.000 Ladungen angeliefert. Johann Graf, Zuckerrüben-Experte beim Bayerischen Bauernverband macht die Witterung für den verspäteten Kampagnenstart verantwortlich.
 
"Wie für viele andere Kulturen war das Anbaujahr 2013 auch für die Rübe sehr schwierig. Das nasse Frühjahr, gefolgt vom trockenen Vorsommer, brachte die Entwicklung ins Stocken, sodass die Zuckerrübenernte in Bayern sicher geringer ausfallen wird als in den Vorjahren", so Graf. Genaue Ergebnisse würden aber erst vorliegen, sobald die ersten Flächen komplett gerodet sind.

Anbaufläche stark zurückgegangen

Die Anbaufläche für Zuckerrüben wurde in Bayern stark eingeschränkt und rutschte heuer auf rund 57.000 Hektar ab. Dies entspricht gut 15 Prozent der Gesamtanbaufläche in Deutschland. Grund für die Flächenrücknahme ist eine gute Zuckerversorgung auf den Weltmärkten und damit verbundenen niedrigeren Erzeugerpreisen. Die beiden bayerischen Zuckerfabriken rechnen deshalb mit einer recht kurzen Kampagne, die voraussichtlich schon vor Weihnachten beendet sein wird. Dank der Zuckerrübe lässt sich der Zuckerbedarf innerhalb der EU ohne große Abhängigkeit von Importen und Weltmarktpreisen verlässlich decken.
 
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