Login
Zuckerrüben

Berichterstatter will Zuckerquoten bis 2020 fortsetzen

von , am
21.06.2012

In der Debatte über die Reform der EU-Marktordnung sorgen die Zuckerquoten und der Ausbau der Intervention für Kontroversen.

Die Schadenersatzforderungen gegen die Zuckerhersteller könnten 500 Millionen Euro erreichen. © Mühlhausen/landpixel
Der französische Berichterstatter Michel Dantin möchte die Zuckerquoten bis 2020 fortsetzen. Das von der EU-Kommission geplante Ende der Quoten im Jahr 2015 lehnt der Europaabgeordnete aus der Fraktion der Europäischen Volksparteien ab.
 
Der Datinbericht aus dem Europaparlament löst prompte Reaktionen in der Zuckerbranche aus. Die Wirtschaftliche Vereinigung Zucker (WVZ) begrüßt die geforderte Verlängerung der Zuckerquoten in der EU bis 2020. Kontingente sorgen nach Ansicht der Vereinigung für ein stabiles heimisches Angebot an Zucker. Die WVZ ist zuversichtlich, dass die Mehrheit der Europaabgeordneten und der EU-Mitgliedstaaten dem Vorschlag aus dem Berichtsentwurf folgen werden.

Zuckerverwender: Bericht ignoriert miserable Versorgungslage

Die Zuckerverwender kritisieren dagegen den Dantinbericht. Wegen den Quoten herrsche trotz der guten Rübenernte eine Knappheit an Zucker, bemängelt das InfoZentrum Zuckerverwender (IZZ). Der Bericht ignoriere die miserable Versorgungssituation. Das IZZ setzt sich deshalb für ein Ende des Quotensystems im Jahr 2015 ein, so wie es die Kommission vorgeschlagen hat.
 
Selbst ohne Kontingente müssten die Rübenanbauer nicht um ihren Absatz fürchten, beruhigt das IZZ. Schließlich gebe es noch den Außenschutz gegen die Einfuhr von Rohrzucker.

Kampf für eine Verlängerung der Zuckermarktordnung bis 2020

Auch interessant