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Zuckerrüben

Blattkrankheiten/Rüben: Apps für Kontrolle und Behandlung

von , am
23.06.2015

Bei Zuckerrüben ist durch die wechselhafte Witterung intensiv auf Blattkrankheiten (Cercospora, Ramularia, Echter Mehltau und Rübenrost) zu achten. Vom liz gibt es dazu ein praxisnahes Monitoring.

Blattkrankheiten können bei den Rüben zu empfindlichen Ertragseinbußen führen. © agrar-press
Um den Befallsbeginn nicht zu verpassen, startet der Landwirtschaftliche Informationsdienst Zuckerrübe (liz) wieder das LIZ-Blattkrankheiten-Monitoring auf rund 260 Zuckerrüben-Schlägen. Ab sofort können sich Landwirte auch mobil einen Eindruck von der aktuellen Befallssituation in ihrer Region verschaffen.
 
Dazu kommt man über LIZmobil über das Feld "Monitoring" zu einer Karte mit den aktuellen Bonituren. Der Landwirtschaftliche Informationsdienst Zuckerrübe aktualisiert die Entwicklungen bei den Blattkrankheiten in den nächsten Wochen ständig. Die neuesten Monitoringdaten können jeweils ab Mittwochmittag eingesehen werden.

Rüben auf Blattkrankheiten kontrollieren

In der Zuckerrübe stellt die Cercospora-Blattfleckenkrankheit (Cercospora beticola) die bedeutendste Krankheit dar. Werden die jungen Rübenblätter durch Starkregen, Hagel oder Graupel verletzt, kann sich auch das Bakterium Pseudomonas syringae ansiedeln, wie es im aktuellen Pflanzenbaurat des Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie heißt:
  • Die Flecken sind oft schwer vom Anfangsbefall von Cercospora zu unterscheiden.
  • Auf den Blättern entstehen unregelmäßig geformte Flecken mit einem dunklen Rand (ähnlich Cercospora oder Ramularia).
  • Bei Vergrößerung mit der Lupe fehlen aber hier die schwarzen oder weißen Konidienträger.
  • Eine Bekämpfung ist nicht möglich, bei Trockenheit kommt es laut LfULG Sachsen zum Stillstand der Krankheit.
Zur Unterstützung der Behandlungsentscheidung stehen die auf Wetterdaten basierenden Prognosemodelle CERCBET 1 und CERCBET 3 bei ISIP bereit.
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