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Ende Zuckerquote

Boom der europäischen Zuckerproduktion erwartet

Zuckerrüben auf Feld
Dr. Olaf Zinke, agrarmanager
am
11.04.2017

Ab Herbst 2017 endet das marktregulierende Quotensystem. Analysten erwarten einen kräftige Produktionssteigerung in der EU von schätzungsweise plus 16 Prozent.

Mit dem Quotenende zum 1. Oktober 2017 müssen sich Landwirte und Zuckerindustrie dem globalen Wettbewerb stellen, mit allen Chancen und Risiken. Die Rahmenbedingungen für eine Marktöffnung könnten jedoch nicht besser ein als derzeit, schreibt dlv-Marktexperte Dr. Olaf Zinke im agrarmanager.

Am Weltmarkt waren die Zuckerpreise im Herbst 2016 auf den höchsten Stand seit mehr als 4 Jahren gestiegen. Ursache für die sehr hohen Weltmarktpreise war, dass die globale Zuckerbilanz das zweite Jahr in Folge eine Lücke aufwies. In der Folge schrumpften die globalen Zuckerbestände auf den niedrigsten Stand seit 7 Jahren. Diese extrem enge globale Versorgung kam dann auch in den Zuckerpreisen am Weltmarkt sowie am europäischen Terminmarkt in London zum Ausdruck.

Die Preiserwartungen für die kommenden Monate zeigen wegen einer weltweit erwarteten Produktionsexpansion wieder etwas nach unten. Dennoch sind die Preise im langfristigen Vergleich noch immer sehr hoch, denn auch der globale Verbrauch wächst nach den derzeitigen Prognosen kräftig weiter.

Kräftige Anbauausweitung wahrscheinlich

Die meisten Prognosen gehen für die Europäische Union mittelweile von einer deutlichen Ausweitung des Rübenanbaus für das kommende Wirtschaftsjahr 2017/18 aus.

Allerdings sind nicht alle Länder an der erwarteten Produktionsexpansion gleichermaßen beteiligt. So beobachten Analysten (und auch die Europäische Kommission) insbesondere in Frankreich eine sehr kräftige Ausweitung der Anbaufläche um etwa 20 %. Größere Rübenflächen erwartet man auch für das Vereinigte Königreich, für Deutschland und in etwas in geringerem Umfang auch für Polen und einige kleinere europäische Produzenten.

Im Februar schätzten die Rohstoffanalysten von Global Platt die europäische Rübenfläche auf 1.678 Tsd. ha und die Zuckerproduktion (bei durchschnittlichen Erträgen) für das Wirtschaftsjahr 2017/18 auf 19,3 Mio. t. Das wäre im Vergleich zur schon recht guten Ernte von 2016/17 mit 16,7 Mio. t Rohzucker ein Produktionszuwachs von etwa 16 %.

Die ausführliche Analyse zur Entwicklung am europäischen Zuckermarkt nach dem Quotenende finden Sie in der April-Ausgabe des agrarmanagers.

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