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Zuckerrüben

Cercospora im Auge behalten

© Mühlhausen/landpixel
von , am
27.06.2014

In Zuckerrüben ist bei anhaltend wechselhafter Witterung intensiv auf Befall durch Pilzkrankheiten wie Cercospora oder Ramularia zu achten.

Cercospora beticola © Mühlhausen/landpixel
Auch Echter Mehltau und Rübenrost können dann auftreten, wie es im aktuellen Pflanzenbaurat des Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie heißt. Die Cercospora-Blattfleckenkrankheit (Cercospora beticola) stellt dabei die bedeutendste Krankheit dar.
 
Bei Starkregenereignissen und Hagel oder Graupel könne es wieder zu Blattverletzungen an den Rübenpflanzen und nachfolgend zur Ansiedlung des Bakteriums Pseudomonas syringae kommen. Die Flecken sind oft schwer vom Anfangsbefall von Cercospora zu unterscheiden. Auf den Blättern entstehen unregelmäßig geformte Flecke mit einem dunklen Rand (ähnlich Cercospora oder Ramularia). Bei Vergrößerung mit der Lupe fehlen aber hier die schwarzen oder weißen Konidienträger. Es gibt keine Bekämpfungsmöglichkeiten, bei Trockenheit kommt es zum Stillstand dieser Krankheit.

Erst wenig Cercospora im LIZ-Gebiet

Auch der Landwirtschaftliche Informationsdienst Zuckerrübe (liz) weist auf die Pilzkrankheit hin, stuft das Risko im Einzugsgebiet aber noch als gering ein. Nachdem in der letzten Woche im LIZ-Blattkrankheiten-Monitoring noch alles im "grünen Bereich" gewesen sei, zeigte sich in dieser Woche an fünf von 280 Standorten ein geringer Cercospora-Befall. Lediglich ein Standort im Rheinland überschreite mit sechs Prozent gerade die aktuelle Bekämpfungsschwelle, die vier übrigen Standorte im Rheinland, im Emsland, und südöstlich von Hannover zeigten einen Anfangsbefall von 1 bis 2 %.
 
In den Befalls-Regionen sollten die eigenen Schläge zunächst am Feldrand zum Nachbarschlag und bei positivem Befund in der Gesamtfläche bonitiert werden, rät der liz. Dabei dürfe Cercospora nicht mit der bakteriellen Blattfleckenkrankheit (Pseudomonas - häufig nach Hagel, Starkregen) verwechselt werden. Vereinzelt sei auch Falscher Mehltau (Peronospora) anzutreffen, der wie Pseudomonas in der Regel nicht ertragswirksam ist.
 
In dem Zusammenhang weist der liz auch auf sein Mitte Juni gestartetes online-Tool Blattkrankheiten-Monitoring hin.
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