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Zuckerrüben

Cercospora: So reagieren Sie auf Erstinfektionen

Fungizidbehandlung in Zuckerrüben
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Klaus Strotmann, agrarheute
am
25.06.2018

Wo Wirkschwächen gegen Cercospora-Blattflecken auftreten, sollten Sie die neuen Warnschwellen beachten. Online-Tools wie die von LIZ unterstützen Sie dabei.

Die Witterung der vergangenen Wochen war sehr günstig für die Entwicklung der Cercospora-Blattflecken. Rübenflächen sollten Sie jetzt auf pilzliche Blattflecken kontrollieren, rät die Landwirtschaftskammer (LWK) Nordrhein-Westfalen.

Das Prognosemodell Cercbet1 zeigt mögliche Erstinfektionen aktuell  für den südlichen Niederrhein und die Rheinschiene an. „Daher empfiehlt es sich, die Rübenflächen jetzt intensiv auf den Befallsbeginn zu untersuchen“, so die Berater der LWK.

Bisher galten die Bekämpfungsschwellen

Cercospora an Zuckerrüben

Erst wenn eindeutige pilzliche Blattflecken gefunden werden, sollten Bekämpfungsmaßnahmen durchgeführt werden. „Beachten Sie dabei die neuen Warnschwellen.“

Die termingerechte Behandlung hat sich bisher nach dem Bekämpfungsschwellen-Prinzip gerichtet. Die bekannte Schadschwellen sind 5, 15 und 45 Prozent.

Diese haben zur Einführung der Fungizide sehr gut funktioniert, mittlerweile entwickelten sich aber Resistenzen bei Cercospora-Blattflecken gegen die Fungizide. Daher können diese Bekämpfungsschwellen nur noch bei Fungiziden ausgenutzt werden, die noch ihre volle Leistung gegen Cercospora zeigen.

Zusätzliche Warnschwellen bei hohem Risiko

Bei den Wirkstoffen mit Schwächen gegen Cercospora ergänzt die LWK-Beratung die Bekämpfungsschwellen durch Warnschwellen. Die Warnschwellen sind aus der Nutzung des LIZ-Fungizid-Programms entstanden. Sind diese Schwellen überschritten, ist eine Bekämpfung ökonomisch sinnvoll.

Das Ausnutzen dieser Warnschwelle hat vor allem bei hohem Befallsrisiko, anfälligen Sorten, günstiger Witterung für die Befallsentwicklung und bei späterem Rodetermin größere Bedeutung.

Onlineprogramm: Welches Fungizid ist wirtschaftlich?

Zur Beurteilung der Bekämpfungsnotwendigkeit eignet sich besonders das Onlineprogramm LIZ-Fungizid. Mit wenigen Eingaben zu Befallshäufigkeit, Witterung, Beobachtungs- und Erntetermin sowie Ertragserwartung ist schnell eine Wirtschaftlichkeitsberechnung durchgeführt.

Wer es genauer wissen will, kann ergänzende Angaben zu Befallsstärke, Sorte, Befallsrisiko auf dem Schlag und vorgesehenem Fungizid machen.

Diese Mittel sind empfohlen

Zur ersten Behandlung empfehlen sich Strobilurinkombinationen, auch gegen den oft wichtigen Rübenrost. Wo Doppelanwendungen notwendig sind oder in Jahren mit sehr früher Erstbehandlung ist Sphere (Strobi + Cyproconazol) zu favorisieren.

Zur zweiten Behandlung und einem erforderlichem Wirkstoffwechsel lässt sich Epoxiconazol über Duett Ultra oder Rubric nachlegen.

Wo in der Regel Einfachanwendungen ausreichend sind (Gesundlage, Frührodung, gesunde Sorte, späte Behandlung), können zur Erstbehandlung auch alternative Strobikombinationen, wie etwa Juwel, Retengo Plus, Ortiva + Duett Ultra/Rubric oder Mercury zum Einsatz kommen.

Mit Material von LWK NRW, LIZ

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