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Produktneuheit

Erste Lizenz für herbizidtolerante Zuckerrübe

Dieser Artikel ist zuerst im Bayerischen Landwirtschaftlichen Wochenblatt erschienen.

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Zuckerrübe
© Werkbild Bayer
von am
09.06.2017

Bayer und KWS haben die erste Lizenz für eine herbizidtolerante Zuckerrübensorte an SESVanderHave vergeben. Der Anbieter von Zuckerrübensaatgut führt die sogenannte ConvisoSmart-Technik ein.

Die Bayer AG und KWS SAAT SE haben eine langfristige Lizenz für ihr neues ConvisoSmart-Anbausystem für Zuckerrüben an die belgische Firma SESVanderHave vergeben, die auf Zuckerrübensaatgut spezialisiert ist. Die Technik basiert auf der Züchtung von Zuckerrübensorten, die gegenüber Herbiziden aus der Wirkstoffklasse der ALS-Hemmer mit breitem Wirkungsspektrum tolerant sind. 

Enzym der neuen Zuckerrübenpflanzen verändert

ConvisoSmart wird im nächsten Jahr zunächst Landwirten vor allem in Ost- und Nordeuropa zur Verfügung stehen und soll in der Saison 2019/20 dann in anderen wichtigen Märkten wie Deutschland, Frankreich und Polen eingeführt werden.

"Weitere Lizenzen für ConvisoSmart sollen folgen", sagt Sabine Stolz, Global Segment Manager für Soja-, Raps- und Zuckerrübenherbizide bei Crop Science. "Wir möchten so viele Züchter wie möglich dafür gewinnen.

Bei den neuen Zuckerrübenpflanzen ist ein Enzym verändert, das an der Biosynthese von essenziellen Aminosäuren beteiligt ist. Während der Entwicklung wurden Zuckerrüben mit diesem spontan veränderten Enzym ausgewählt und für die weitere Züchtung verwendet.

Frostschäden: Überlebenschance junger Zuckerrüben ermitteln

Frostschaden bei Zuckerrübe
Die Gefahr von Schädigungen ist stark abhängig von der Entwicklung der Pflanzen. Kritisch ist die Situation bei noch nicht oder erst wenige Tage aufgelaufenen Keimlingen. Am anfälligsten für Frostschädigungen ist das Hakenstadium. © LIZ
Frostschaden bei Zuckerrübe
Generell müssen zur Beurteilung vor allem die Keimblätter, das Hypokotyl und der Vegetationspunkt herangezogen werden. © LIZ
Frostschaden bei der Zuckerrübe
Sind zum Beispiel die Keimblätter leicht gelb gefärbt und das Hypokotyl ist eingeschnürt, dann hat die Rübenpflanze eine Überlebenschance von weniger als 50 Prozent. © LIZ
Frostschaden bei Zuckerrübe
Ob aber wirklich Schäden entstanden sind kann man meist erst nach 2 bis 3 Tagen abschließend bewerten. © LIZ
Frostschaden bei der Zuckerrübe
Die genaue Ermittlung des Schädigungsgrades ist wichtig um die richtigen Schritte zur Minimierung des wirtschaftlichen Schadens einzuleiten, denn manche Rüben mit visuell starker Schädigung haben trotzdem sehr gute Überlebenschancen. © LIZ
Frostschaden bei der Zuckerrübe
Bei kritischen Beständen müssen Zählstrecken angelegt und die zu erwartende Bestandesdichte ermittelt werden. © LIZ
Frostschaden bei der Zuckerrübe
Kritisch ist der Zustand der Pflanze auf jeden Fall, wenn das Hypokotyl stark eingeschnürt und sich die die Keimblätter verfärbt haben. Dann hat die Chance kaum mehr eine Überlebenschance. © LIZ
Frostschaden an der Rübe
Sollten die zu erwartenden Bestandesdichten im kritischen Bereich (unter 40.000 Pflanzen / ha) liegen, kontaktieren Sie bitte unbedingt Ihren Anbauberater bevor Sie eine Entscheidung über das weitere Vorgehen treffen. © LIZ
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