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Zuckerrüben

Erste Rüben gedrillt

von , am
08.03.2014

Das Wetter ist günstig, der Bodenzustand teils überraschend positiv. Und so sind im LIZ-Gebiet bereits die ersten Rüben gedrillt. Die meisten Landwirte wollen aber noch bis Mitte März warten.

Bevor der große Regen kommt sollten Unkräuter im Rübenbestand bekämpft werden. © landpixel
So früh wie selten zuvor startete die Rübenaussaat 2014. Wie der Landwirtschaftliche Informationsdienst Zuckerrübe (LIZ) berichtet, ist der Bodenzustand überraschend positiv. Bei der stabilen Hochdruck-Wetterlage über Europa können Landwirte weiterhin mit einem guten Abtrocknen der Böden zu rechnen.
 
Trotzdem empfiehlt der LIZ, die Risiken (Schossinduktion, verlängerte Auflaufphase) nicht zu unterschätzen.

80 Prozent warten bis Mitte März

Ende Februar hatte der Informationsdienst eine Umfrage unter seinen Landwirten durchgeführt. Derzufolge wollen 80 Prozent der Landwirte mit einer Aussaat erst Mitte März beginnen. Immerhin 20 Prozent erwarten aber eine Aussaat bereits vor dem 15. März.
 
Im Gebiet Lage beispielsweise sind die Böden verhältnismäßig gut abgetrocknet. Die vorhergesagte Witterung wird die Bodentemperatur weiter ansteigen lassen. Folglich könnte die Aussaat, so der LIZ, beginnen. Der Wetterbericht meldet kaum Regen und milde Temperaturen. Zu diesen Fakten muss das Risiko von Frost und eines Schossreizes mit in die Überlegung des Aussaattermins einfließen. Der Informationsdienst empfiehlt unter den jetzigen trockenen Bedingungen eine wassersparende Bodenbearbeitung.
 
Die fehlende Frostgare in Bezug auf die Zwischenfrüchte könne zu Problemen bei der Saatgutablage führen. Hier sollte über eine intensive Bodenbearbeitung mit sofortiger Rückverfestigung im Einzelfall nachgedacht werden. Bei der sich abzuzeichnenden frühen Aussaat empfiehlt der LIZ einen Pflanzenabstand in der Reihe von mindestens 19 Zentimetern.

Größere Anbaufläche erwartet

2013 sind in allen Regionen des Informationsdienst Zuckerrübe die Rübenflüchen deutlich zurückgegangen. Für 2014 rechnet der LIZ aber mit einer Zunahme der Anbaufläche.
 
Aktuell rechne man bei Pfeifer & Langen auf Basis entsprechender Industrierübenkontrakte und geringer Vortragsmengen mit einer Ausdehnung um etwa acht Prozent auf insgesamt 81.000 Hektar. Dabei werde die Zunahme im Rheinland etwas geringer ausfallen als in den Regionen der Werke Lage und Könnern. Die diesjährige Anbaufläche der Suiker Unie GmbH in Anklam wird dem LIZ zufolge voraussichtlich bei 22.000 Hektar und damit um zwei bis drei Prozent über dem Vorjahr liegen.
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