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Zuckerrüben

EU-Kommission rechnet mit sinkender Zuckerproduktion

von , am
06.09.2013

Brüssel - Im laufenden Wirtschaftsjahr 2013/2014 werden in den Staaten der Europäischen Union weniger Zuckerrüben erzeugt.

Erst wenn die Aufnahme der Wirkstoffe über das Blatt gesichert ist, macht eine Behandlung Sinn. © Mühlhausen/landpixel
Die EU-Kommission geht von einem Rückgang in Höhe von 7,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr aus. Laut der jüngsten EU-Statistik ist unter anderem eine um 2,4 Prozent geringere Rübenanbaufläche dafür verantwortlich. Insbesondere in Griechenland, Italien, Litauen und Ungarn ist die Fläche deutlich kleiner als im Vorjahr. In Italien wurde die Aussaat im Frühjahr zudem durch schlechte Wetterbedingungen behindert.
 
Beim Ertrag rechnet die Kommission mit einem Wert im Durchschnitt der vergangenen drei Jahre abzüglich 3 Prozent und kommt so auf insgesamt 15,8 Mio. t. Das würde einem Rückgang von 7,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr entsprechen. Zusammen mit dem Übertrag von 2012 in Höhe von 520.000 t Zucker würde das ein Angebot von 16,4 Mio. t ergeben, davon wären knapp 13 Mio. t Quotenzucker und 3,4 Mio. t Zucker ohne Quote.

Fungizide nur auf vitales Blatt aufbringen

Nach Angaben des Landwirtschaftlichen Informationsdienst Zuckerrübe (liz) zeigen die Rüben in einigen Regionen trotz der für sie ungünstigen trockenen Witterung der letzten Monate eine beachtenswerte Durchhaltekraft. Vor allem in Anklam und Lage vermitteln die Rüben bei üppigem Blattapparat einen wüchsigen Eindruck. Anders in Teilen Niedersachsens und im Rheinland. Hier seien die Böden trocken, schlaffende Rüben sind aber nur auf leichteren Böden beziehungsweise in der Region Euskirchen (Regenschattengebiet der Eifel) anzutreffen.
Noch kritischer sei die Situation in den östlichen Bundesländern, wo die Rüben auch auf besseren Standorten die "Ohren hängen" lassen. Im ein oder anderen Fall wurde unter solch extremen Bedingungen Bormangel festgestellt. Eine Bor-Behandlung zum jetzigen Zeitpunkt könne den Mangel aber sicherlich nicht mehr abmildern. In Abhängigkeit von der Vitalität der Blätter sei auch zu prüfen, ob geplante Fungizidmaßnahmen jetzt sinnvoll sind. Erst wenn die Aufnahme der Wirkstoffe über das Blatt gesichert ist, macht eine Behandlung überhaupt Sinn, so der liz. Aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten kämen eher nur ab November zu rodende Flächen in Frage.
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