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Zuckerrüben

EU/Zuckerrübe: Ernte acht Prozent größer als 2013

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von , am
14.10.2014

Die europäische Zuckerrübenernte dürfte dieses Jahr deutlich größer als 2013 sein. Das schwache Vorjahresergebnis wird derzeit um acht Prozent übertroffen. Deutschland erwartet Spitzenerträge.

Am 30. September 2017 läuft die bisherige Zuckermarktordnung aus. © Mühlhausen/landpixel
Die europäische Crop-Monitoring-Agentur MARS hat Ende September seine Ertragsprogosen für die EU aktualisiert und damit auch die Erwartung an die europäische Zuckerrübenernte 2014. Von den sechs größten Rübenproduzenten der Europäischen Union Frankreich - Deutschland, Polen, Vereinigtes Königreich, Niederlande und Tschechien - übertreffen die Ertragserwartungen (mit Ausnahme von Polen) die Ergebnisse aus dem letzten Jahr eben so deutlich wie das langjährige Mittel.
 
Der für die EU 28 insgesamt prognostizierte Zuckerrübenertrag lag Ende September bei 73,41 Tonnen je Hektar (t/ha) und damit nochmals etwas höher als in der Augustprognose mit 72,18 t/ha. Das relativ schwache Vorjahresergebnis von 67,94 t/ha wird derzeit um 8,1 Prozent (%) übertroffen. Gleichzeitig liegt die aktuelle Ertragsschätzung 5,8 % über dem langjährigen Mittelwert von 69,36 t/ha.

ZUckerrübenernte: Deutschland und Frankreich erwarten Spitzenerträge

Für Deutschland erwarteten die Experten von MARS in der Septemberschätzung einen durchschnittlichen Rübenertrag von 72,30 t/ha und damit einen nochmals um 1,3 % höheren Ertrag als im August mit 71,38 t/ha. Das sehr schwache Jahr 2013 (63,88) wird mit den erwarteten Erträgen um gut 13 % übertroffen.
 
Den französischen Ertragsdurchschnitt erwartet MARS im September sogar bei 93,56 t/ha und damit nochmals höher als zur August-Schätzung mit 90,82 t/ha. Eben so hohe Erträge wie im August (56,70) prognostizierte MARS im September mit 52,79 t/ha in Polen. Im langjährigen Vergleich (52,08) sind die polnischen Erträge relativ stabil.

Berichte zur Ernte weltweit finden Sie in unserem Themendossier ...

Hohe Erträge im Vereinigten Königreich und den Niederlanden

Für das Vereinigte Königreich erwarteten die Experten von MARS im September einen Durchschnittsertrag von 72,28 t/ha und damit einen deutlichen Anstieg gegenüber der August-Schätzung (70,54). Das Vorjahresergebnis (68,40) würden die Briten dennoch um 5,7 % übertreffen.
 
Die Ertragsprognose für die Niederlande hat MARS im September-Report mit 82,91 t/ha (August: 80,74) ebenfalls nach oben gesetzt. Damit wären die niederländischen Rübenerträge rund 9,1 % höher als im letzten Jahr (76,0).
 
Für Tschechien prognostizierte MARS im September mit 63,71 t/ha (August: 64,03) 6,2 % höhere Erträge als 2013 (60,0). Im langjährigen Vergleich (59,66) sind die tschechischen Erträge 6,8 % höher. Für Österreich liegt die aktuelle Schätzung bei 72,37 t/ha nach 68,16 t/ha im Vorjahr.
 
Verantwortlich für den erwarteten Produktionszuwachs in der EU ist neben den sehr hohen Erträgen auch eine Ausweitung der Anbaufläche gegenüber 2013.
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