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Zuckerrüben

Großfeuer in Zuckerfabrik treibt Preise auf Jahreshoch

© Carolin Schwärzle/agrarpress
von , am
21.10.2013

Santos (Brasilien) - Am Freitagmorgen ist im weltweit wichtigsten Verladehafen für Rohzucker, im brasilianischen Santos, ein Großfeuer ausgebrochen. Die Märkte reagierten umgehend mit Preisanstiegen.

Ob das Großfeuer inzwischen unter Kontrolle gebracht wurde, ist nicht bekannt. © Uwe Schlick/pixelio
Das Feuer brach der Hafenbehörde zufolge gegen 6 Uhr morgens in einem Zuckerlager aus. Anschließend sollen die Flammen vier riesige Lagerhäuser erfasst haben. Bis zu 300.000 Tonnen Zucker seien bis Sonntag zerstört worden, meldet Spiegel-online und beruft sich dabei auf mehrere Nachrichtenagenturen wie Reuters und AP.
 
"Drei Lagerhäuser sind durch das Feuer zerstört, und im vierten versuchen wir das Feuer unter Kontrolle zu bringen", wird ein Feuerwehrsprecher zitiert. Dem Feuer ist wahrscheinlich eine Explosion vorausgegangen. Bei der Lagerung von Zucker oder Getreide bestehe die Gefahr einer Staubexplosion. Insbesondere bei großen Lagermengen Zucker sind Feuer sehr schwer zu bekämpfen, da sich an der Außenschicht eine wasser- und löschschaumabweisende Kohlenstoffschicht bildet, während das Feuer im Inneren weiter wütet. "Problematisch wird es, wenn die Terminals brennen"

Zuckerpreise schnellen in die Höhe

Die Rohstoffmärkte reagierten prompt auf die Feuermeldung. Der US-Kontrakt auf Rohzucker stieg um bis zu 6,1 Prozent und war mit 20,16 US-Cents je Pfund so teuer wie zuletzt im Oktober 2012. Auch der Preis für raffinierten Zucker verteuerte sich. Ein in London gehandelter Future kostete so viel wie seit sieben Monaten nicht mehr. Wenn das Großfeuer nicht unter Kontrolle gebracht werde könnten die Preise auch noch noch weitaus stärker steigen, meint ein Marktexperte.

Eigentümer der Lager ist der größte brasilianische Ethanol- und Zuckerhändler Copersucar. 
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