Login
Zuckerrüben

Halbzeit auf dem Rübenfeld

© Mühlhausen/landpixel
von , am
05.07.2014

Die Rübenbestände entwickeln sich derzeit gut und der Krankheitsbefall hält sich in Grenzen. Regionweise sind jedoch Verfärbungen der Rübenblätter und Cercospora-Befall zu beobachten.

© hapo/landpixel
Der Rüben-Informationsdienst LIZ berichtet, dass in den nördlichen Rübenanbau-Regionen bisher relativ wenig Befall mit Cerospora aufgetreten ist. Allerdings seien regional Blattverfärbungen zu entdecken, die unterschiedliche Ursachen haben können. Hellgrüne Aufhellungen der Bestände weisen auf einen Stickstoff-Mangel hin. Grund dafür seien hohe Wachstumsraten in Verbindung mit einem unzureichenden Wasserangebot. Dieses Symptom tritt temporär auf und ist je nach Wachstumsintensität und Bodenfeuchte über die Jahre immer wieder zu beobachten.

Gelbe Blattspitzen: Mehltau oder Wanzen?

Gelbe Blattspitzen können laut LIZ auf Falschen Mehltau (Peronospora farinosa betae) hinweisen. Die Blätter vergilben von den Blattspitzen her. Die jüngsten Blätter sind gekräuselt und verdickt und sterben unter Schwarzfärbung ab. Ein schmutziggrauer Pilzbelag ist hauptsächlich an der Blattunterseite, aber auch oberseits zu finden. Für eine Bekämpfung, die in der Regel nicht notwendig ist, gibt es keine zugelassenen Mittel. Gelbe Blattspitzen können aber auch ein Indiz für Blind- und Weichwanzen. Auf der Blattunterseite sind Einstiche als kleine nekrotische Stellen auf den Blattadern zu erkennen, oberhalb derer sich die Blätter verkrümmen.

Gelbe Blattränder

Auf vereinzelten Schlägen sind Blätter mit vergilbten Rändern zu beobachten. Bei Untersuchungen solcher Blätter im letzten Jahr konnten weder parasitäre Krankheiten noch tierische Schaderreger als Ursache festgestellt werden, erklärt der Zuckerrübeninfodienst. Vielmehr werde vermutet, dass es sich dabei um Stressreaktionen der Pflanze handelt.
 

Cerospora an Rheinschiene

Erster Cercospora-Befall zeigt sich schwerpunktmäßig entlang der südlichen Rheinschiene und zwischen Hannover und Braunschweig. Zum Teil wird die Vorwarnschwelle (orange Punkte) erreicht. In den gleichen Regionen tritt vereinzelt Rost und auf einem Standort geringfügig Mehltau auf. In der Nähe von Befalls-Standorten sollte mit der Feldkontrolle begonnen und bei Erreichen der Behandlungsschwelle eine Fungizidmaßnahme durchgeführt werden.

Schosser jetzt beseitigen

Da inzwischen die meisten Schosser gut zu erkennen sind und sich die ersten bereits im Stadium der Blüte befinden, ist jetzt der richtige Zeitpunkt für ihre Beseitigung. Noch können sie im Bestand verbleiben, wenn sie nach dem Ausziehen abgeknickt werden, um die weitere Versorgung aus der Rübe zu unterbinden. Sofern sich später neue Schosser zeigen sollten, ist die Maßnahme zu wiederholen. Die doppelte Beseitigung ist zwar lästig, aber deutlich einfacher und sicherer als jetzt noch abzuwarten. Denn sobald die Schosser mit der Samenreife beginnen, müssen sie vom Feld getragen werden. Dabei besteht auch noch das Risiko, dass erste reife Samen bei der Beseitigung und dem Transport ausfallen.

Marktreport: Preisrutsch bei Weizen, Mais und Raps

 
Auch interessant