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Unkrautbekämpfung

Herbizide in Zuckerrüben richtig einsetzen

am Freitag, 10.03.2017 - 13:00 (Jetzt kommentieren)

Die Redakteure der dlz fassen zusammen, wie Sie die Unkrautbekämpfung in Rüben verbessern. So können Sie die bewährten Produkte geschickt kombinieren und Auflagen einhalten.

Herbizideinsatz in Zuckerrüben

Wichtig beim Anbau von Zuckerrüben ist es, Altverunkrautung durch Ausfallgetreide und breitblättrige Unkräuter zu bekämpfen. Diese lässt sich wirkungsvoll mit glyphosathaltigen Totalherbiziden vor der Bodenbearbeitung beseitigen. Weitere Strategien für den Einsatz von Herbiziden hat das dlz agrarmagazin erklärt.

Wird die Greeningverpflichtung mit Zwischenfruchtmischungen erfüllt, ist das sichere Abfrieren von Zwischenfrüchten zu kontrollieren. Vor allem Weißkleearten lassen sich nur schwer mit Glyphosat bekämpfen. Hier sind die maximal zugelassenen Aufwandmengen von 1.800 g/ha Glyphosat erforderlich, um überhaupt Teilwirkungen zu erzielen.

Das ist außerdem zu beachten:

  • Nicht alle preiswerten Glyphosat-Präparate sind mit der hohen Wirkstoffmenge zugelassen. Im Einzelfall muss die Bodenbearbeitung entsprechend intensiver ausgerichtet werden.
  • Je größer der Abstand zwischen Behandlung und Bodenbearbeitung, desto mehr Zeit ist zum Wirkstofftransport innerhalb der Pflanzen verfügbar und desto nachhaltiger ist die Wirkung.
  • Beachten Sie, dass die Maßnahme nicht mit einer Gülle- oder Substrat­ausbringung und der Einarbeitungspflicht kollidiert.

Trockenheit im Rübenanbau

Mit Wirkstoff relativ hoch aufgeladen ist bei voller Aufwandmenge von 1,3 l/ha Belvedere Extra. Vor allem vom Bodenwirkstoff Ethofumesat wird hier vergleichsweise viel ausgebracht. Die Wirkstärken liegen auch erwartungsgemäß bei der Bekämpfung von Klettenlabkraut.

Aber auch Bingelkraut wird gut erfasst, wenn der Boden feucht genug ist. Allerdings sollte die volle zugelassene Aufwandmenge nicht wesentlich unterschritten werden, die Blattaktivität fällt dann relativ schnell ab. Das macht sich vor allem unter trockenen Bedingungen bemerkbar.

Sind unter solchen Bedingungen Wirkreserven gefragt oder ist eine stärkere Problemverunkrautung vorhanden, hat die blattaktive OD-Formulierung mit dem zusätzlichen Lenacil-Anteil von Betanal maxxPro Vorteile. Die praxisübliche Aufwandmenge beginnt hier bei 1,25 l/ha.

Diese Additive verbessern die Wirkung im Zuckerrübenanbau

Betanal maxxPro profitiert vor allem bei reduzierter Aufwandmenge von einem Additivzusatz. Hier hat sich als Faustregel des "halben Ölzusatzes", der bei anderen Basisherbiziden verwendet wird, bewährt. Die Basisherbizide Betanal Expert und Betasana Trio Sc werden in der Regel mit Metamitronhaltigen Produkten gemischt.

Metamitron wirkt sowohl über den Boden als auch über das Blatt. Als Metamitron-Solo-Produkt wird Metafol SC mit 696 g/l Wirkstoff vertrieben.

Ein interessantes Kombiprodukt für viele Flächen ist Goltix Titan. Das enthält neben dem Wirkstoff Metamitron auch Quinmerac. Dieser Zusatz verbessert vor allem die Wirkung auf Hundspetersilie ganz entscheidend. Auch Klettenlabkraut wird mit einer Goltix-Titan-Mischung sicherer erfasst. Es kann Chloridazonhaltige Produkte, wie Rebell Ultra, auf Flächen mit Chloridazon-Verbot teilweise sehr gut ersetzen. In Mischung mit Betanal maxxPro werden gegen viele Unkräuter bessere Wirkgrade als in der Vergangenheit erreicht. Es schließt Wirklücke von Betanal maxxPro beim Klettenlabkraut.

Darf kein Chloridazon eingesetzt werden und ist viel Windenknöterich vorhanden, hat sich eine Ergänzung der Mischung mit Ethofumesat bewährt. Das kann zum Beispiel durch Zugabe geringer Mengen Stemat geschehen.

>> Hier können Sie eine Übersicht der wichtigsten Rübenherbizide herunterladen (PDF, 100 kB)

Der vollständige Beitrag ist im dlz agrarmagazin März 2017 erschienen.

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