Login
Zuckerrüben

Hessen: Rübenbauern mit Südzucker-Preis zufrieden

© landpixel
von , am
28.01.2014

Nieder-Olm - Hessische und pfälzischen Zuckerrübenbauern erhalten in dieser Kampagne mit einem Grundpreis von 37,50 Euro je Tonne weniger Geld für ihre Rüben. Trotzdem ist man zufrieden.

Schleswig-Holstein überschreitet zum ersten Mal die Grenze von 20 t Zucker pro Hektar. © Mühlhausen/landpixel
Die hessischen und pfälzischen Zuckerrübenbauern sind mit den Ergebnissen der Preisverhandlungen mit der Südzucker AG für die Kampagne 2013/14 zufrieden.
 
Wie der Vorsitzende des Verbandes der Hessisch-Pfälzischen Zuckerrübenanbauer, Walter Manz, bei der ersten Winterbezirksversammlung dieser Kampagne in Nieder-Olm berichtete, konnten trotz des schwierigen Marktumfeldes die Grundpreise für Ethanol- und Industrierüben bei 24 Euro je Tonne (Euro/t) gehalten werden.
 
Für Quotenrüben sei ein Bonus von 11,21 Euro/t ausgehandelt worden, was einen Grundpreis von 37,50 Euro/t bedeute. Damit falle das Ergebnis zwar etwas schwächer aus als im Vorjahr, könne sich aber mit dem ebenfalls guten Ergebnis von 2011 messen, stellte Manz fest.

70,8 Tonnen Zuckerrüben je Hektar

Den Verbandsangaben zufolge wurden in Hessen-Pfalz 2013 im Schnitt 70,8 Tonnen Zuckerrüben pro Hektar geerntet; der Zuckergehalt belief sich im Mittel auf 17,6 Prozent.
 
Mit Blick auf das Jahr 2017, wenn sowohl die Quotenregelung als auch der festgeschriebene Rübenmindestpreis entfallen, warnte Manz, dass dann zukünftig Produzenten und Verbraucher großen Mengen- und Preisschwankungen ausgesetzt sein würden. "Der EU-Zuckermarkt wird künftig einer der am wenigsten regulierten Zuckermärkte weltweit sein", erklärte der Verbandsvorsitzende.

EU-Agrarpolitik: Zuviel nationaler Spielraum

Anders als die großen Zuckerexportnationen Brasilien, Thailand und Indien werde die Europäische Union auf Maßnahmen der Mengensteuerung, Finanzhilfen und Importkontrollen gegenüber den Ländern Afrikas, der Karibik und des Pazifik (AKP-Länder) und den ärmsten Ländern der Erde (LDC) gänzlich verzichten. Die heimischen Zuckerrübenanbauer stünden damit gemeinsam mit der Zuckerindustrie vor großen Herausforderungen, die schon jetzt gemeinsam angegangen werden müssten.
 
Kritik übte Manz an der aktuellen Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP), insbesondere an der damit verbundenen stärkeren Renationalisierung. "Den einzelnen Mitgliedstaaten werden künftig zahlreiche individuelle Entscheidungsspielräume überlassen, die zwangsläufig zu Wettbewerbsverzerrungen führen werden", monierte der Verbandsvorsitzende. 

Biogas: Zuckerrüben überzeugen

Auch interessant