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Zuckerrüben

Hochwasser: Schäden auf Rübenflächen werden deutlich

von , am
06.07.2013

Elsdorf - Je nach Dauer der Überflutung reichen die Schäden von einer Wachstumsdepression bis hin zum Totalausfall. Investitionen in Form von Dünger- oder Pflanzenschutzmaßnahmen sollten gut überlegt sein.

Laut Praxisbeobachtungen können die Rüben eine komplette Überflutung maximal fünf Tage überstehen. © Mühlhausen/landpixel
Nachdem sich das Wasser weitestgehend wieder verzogen hat, werden nun die direkten Hochwasserschäden auch an Rübenflächen deutlich. Je nach Dauer der Überflutung reichen diese von einer Wachstumsdepression bis hin zum Totalausfall. Ausschlaggebend für die Stärke der Rübenschädigung ist neben der Überflutungsdauer auch die Bodenart und die Fließgeschwindigkeit des Wassers (Dichtlagerung und Erosion). Laut Praxisbeobachtungen in den betroffenen Regionen kann man aber sagen, dass Rüben eine komplette Überflutung maximal fünf Tage überstehen.

Seitenwurzelbildung beobachtet

Auch nach kürzerer Überstauung können scheinbar noch vitale Pflanzen bereits nachhaltig geschädigt sein. Beobachtet wurde vermehrte Seitenwurzelbildung im Bereich der zuerst abgetrockneten obersten Bodenkrume bei gleichzeitig verkümmernder/verfaulender Pfahlwurzel. Selbst bei Neuaustrieb solcher Pflanzen ist nicht mehr mit der Entwicklung einer erntefähigen Rübe zu rechnen. Investitionen in Form von Düngergaben oder Pflanzenschutzmaßnahmen sollten daher gut überlegt sein.
Zum jetzigen Zeitpunkt gehen die Berater von mehreren Hundert Hektar Zuckerrüben im LIZ-Gebiet (vor allem in Sachsen-Anhalt) aus, die für die diesjährige Ernte verloren sind. Allein im Einzugsgebiet der Zuckerfabrik Könnern sind dies schätzungsweise gut 700 Hektar. Darüber hinaus müssen die betroffenen Landwirte aber auch mit Sekundärschäden (zum Beispiel erhöhtes Risiko für Rübenfäulen) rechnen.

Vegetationsreport: Bericht aus dem Hochwassergebiet

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