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Rübensaatgut

KWS investiert mehr als 40 Mio. Euro in Produktion und Lager

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Karl Bockholt, agrarheute
am
04.09.2018

Der Züchter modernisiert seine Produktionsanlagen für Zuckerrübensaatgut. Vom neuen Hochregalsystem geht es zwischen Wirkstoffapplikation und Verpackung besser hin und her.

Mit knapp 22 m Höhe ist das Maschinenhaus eines der höchsten Gebäude an der Grimsehlstraße in Einbeck. Seite Ende August 2018 hängt der Richtkranz. Mit der Fertigstellung des Rohbaus beginnt die Installation der Anlagentechnik für Wirkstoffapplikation und Verpackung von Saatgut. Hierbei kommen innovative Eigenentwicklungen zum Einsatz.

Die neue Anlage soll im Februar 2019 in Betrieb gehen. Der Bau ist ein Teil eines Projekts, das die Produktion von Rübensaatgut ausweitet. Zuvor wurde bereits eine neue Logistik- und Lagerhalle errichtet und eine umgestellt. Weiter will KWS im Sommer 2019 eine zusätzliche Anlage zur Pillierung fertigstellen. Die bisherigen Kapazitäten reichen nicht mehr.

Trend zu mehr Sorten

Auch habe sich das Bestellverhalten der Kunden geändert. „Der Trend geht zu mehr Sorten in kleineren Mengen und späteren Bestellungen sowie dem Wunsch nach einer möglichst frühen Lieferung“, sagt Vorstand Peter Hofmann. 

Herzstück im Maschinenhaus wird darum ein Hochregalsystem mit 300 Siloboxen. Darin gelangt das Saatgut automatisch zu den Prozessschritten. Eine Box mit etwa 1 m3 wiegt befüllt bis zu 600 kg. Kameras kontrollieren, ob sie voll entleert werden, damit sich Chargen nicht vermischen. 

So lassen sich geringere Mengen effizienter produzieren und Rüstzeiten minimieren, „und das bei einem immer breiteren Produktportfolio“. KWS ist Weltmarktführer bei Saatgut für Zuckerrüben. Jahr für Jahr liefert der Züchter weitere Sorten, die widerstandsfähig gegen Krankheiten und Schädlinge sind. So bleiben Zuckerrüben ein wichtiger Teil der Fruchtfolge.

Mit Material von KWS

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