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Ernteschätzung

Mehr Fläche, mehr Ertrag: Riesige Rübenernte erwartet

Norbert Lehmann/agrarmanager
am
24.08.2017

Wenn in Kürze die ersten Rübenroder auf die Felder rollen, werden sie voraussichtlich eine riesige Erntemenge hereinholen. Die Zuckererzeugung könnte auf fast 5 Mio. t steigen.

Nach der ersten Ernteschätzung für 2017 durch die Wirtschaftliche Vereinigung Zucker (WVZ) dürfte die Rübenanlieferung gegenüber dem Vorjahr rund ein Viertel auf 31,5 Mio. t steigen. Ursache ist zum einen die um gut 85.000 ha auf 384.922 ha erweiterte Anbaufläche. Zum anderen könnte der Rübenertrag mit durchschnittlich 81,8 t/ha um 6,6 t höher ausfallen als im Vorjahr.

Der durchschnittliche Zuckergehalt der Rüben wird sich nach Einschätzung der WVZ im Vergleich zu 2016/17 voraussichtlich kaum ändern und etwa 17,8 Prozent (%) erreichen.

Die Zuckererzeugung aus Rüben beziffert der Verband auf 4,98 Mio. t einschließlich der Zuckergewinnung im Werklohn, das heißt aus importierten Rüben. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einer Steigerung um 23 %. Das Wetter und die Erntebedingungen können allerdings noch wesentlichen Einfluss auf das tatsächliche Ernteergebnis haben.

Rübernernte 2017: Weniger Einfuhren, mehr Ausfuhren

Die Ausweitung der Anbaufläche und der damit verbundene Anstieg der Erzeugung erfolgen vor dem Hintergrund der Abschaffung der EU-Zuckerquoten zum 1. Oktober. Die Zuckerindustrie geht davon aus, dass die heimische Erzeugung einerseits Importe ersetzen wird und andererseits die Ausfuhren steigen werden.

Mit dem Ende der Zuckerquoten wird nämlich auch die Begrenzung der Zuckerexporte gemäß den WTO-Bestimmungen wegfallen.

Gekoppelte Zahlungen abschaffen

Der Vorsitzende der WVZ, Dr. Hans-Jörg Gebhard, wertet die bevorstehende Superernte als Beleg für die große Leistungsfähigkeit der deutschen Zuckerwirtschaft. „Rechtzeitig zum Auslaufen der Quotenregelung stellen sich Rübenanbauer und Zuckerindustrie dem weltweiten Wettbewerb", sagte Gebhard.

Er forderte zugleich die EU-Kommission auf, mit Nachdruck gegen handelsverzerrende Maßnahmen anderer Erzeugerländer und die Wettbewerbsverzerrung durch gekoppelte Zahlungen in anderen EU-Staaten vorzugehen.

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