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Untersuchung

Neonicotinoide: Rübenflächen werden noch auf Rückstände untersucht

Karl Bockholt, dlz agrarmagazin
am
07.08.2017

Zu Rückständen von Neonicotinoiden nach Rüben im Boden laufen derzeit Versuche. Aktuell werden die Bodenproben aus Folgekulturen auf- und die Analysen vorbereitet.

Die Versuche über Rückstände von Neonicotinoiden nach Rüben im Boden laufen derzeit noch. Das Institut für Zuckerrübenforschung (IfZ) in Göttingen hat Forderungen der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) indirekt zurückgewiesen, die Ergebnisse einer Untersuchung über den Verbleib und die Folgewirkungen von Neonikotinoiden in Rüben-Folgekulturen rasch zu veröffentlichen.

Anbauverbände und Zuckerunternehmen haben die Frage dieses Jahr erst aufgegriffen, um den Sachstand wissenschaftlich bewerten zu können, sagt Dr. Nicol Stockfisch vom IfZ.

Dazu werden 50 Praxisflächen organisiert, auf denen 2016 Rüben standen und auf denen zu zwei Terminen Bodenproben gezogen werden: Mitte April und zur Kornfüllungsphase im Getreide beziehungsweise zur Maisblüte. Untersucht werden die an Rübenpillen verwendeten neonikotinoiden Wirkstoffe Thiamethoxam und Clothianidin.

Analysen in unabhängigem Labor

Aktuell werden die Proben auf- und die Analysen vorbereitet. Das geschieht in einem unabhängigen Labor. Nachdem einjährige Ergebnisse vorliegen, werden sie wissenschaftlich ausgewertet und weitere Schritte geplant.

Die Publikation von belastbaren Ergebnissen ist für das IfZ als Forschungseinrichtung der Uni Göttingen wesentlich, so Stockfisch weiter. Sie verwahrte sich damit gegen den Vorwurf, dass ein großer Pflanzenschutzkonzern Einfluss auf die Untersuchung nimmt. Stockfisch widersprach zudem der Behauptung, dass die Versuche vom Bundeslandwirtschaftsministerium gefördert werden. Träger des IfZ ist der Verein der Zuckerindustrie (VdZ).

Mit Material von Agra Europe
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