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Zuckerrüben

Niedersachsen/Rüben: Top Bedingungen, sehr gute Ernte

von , am
01.11.2014

Bei den Erträgen und Zuckergehalten wird es bei den Zuckerrüben ein Spitzenjahr. In Niedersachsen stieg die Anbaufläche gegenüber dem Vorjahr um rund 3,5 Prozent auf gut 101.000 Hektar an.

In diesem Jahr werden europaweit sehr gute Rübernerträge erzielt. © Mühlhausen/landpixel
Die durchschnittlichen Rübenerträge liegen laut LWK Niedersachsen derzeit bei 81,1 Tonnen (t) pro ha (Vorjahr 65,0 t). Sie haben damit das Rekordniveau von 2012 (72,0 t) weit überschritten. Die Zuckerrüben sind zudem mit 17,7 Prozent Zuckergehalt ausgesprochen süß. Etwa die Hälfte der Rüben ist bereits gerodet, bis Mitte November werden nahezu alle Rüben aus der Erde geholt sein.
 
"Damit ist die Kampagne aber noch lange nicht halb geschafft", sagt der Vizepräsident des Landvolk und Rübernbauer, Helmut Meyer. Die großen Erntemengen lassen die Kampagne 2014/15 lange dauern, bis Ende Januar werden die Zuckerfabriken arbeiten. Um die Läger zu entlasten, haben die Zuckerunternehmen den Landwirten angeboten, einen Teil der Rüben auf die Vertragsmenge im kommenden Jahr "vorzutragen". Die Rübenbauer hätten diese Möglichkeit umfangreich genutzt und können die frei werdenden Felder mit anderen Früchten bestellen.

Frühe Aussaat und optimale Bedingungen bringen Toperträge bei Zuckerrüben

Ursache für die guten Ernteergebnisse sind laut LWK Niedersachen:
  • die frühe Aussaat sowie
  • optimale Wachstumsbedingungen während der gesamten Vegetation.
Bereits ab Anfang März waren die Drillmaschinen im Einsatz. In "normalen" Jahren beginnt die Aussaat Ende März und endet Mitte bis Ende April. Das frühe Aussäen führte zu einer längeren Wachstumsperiode, weshalb die Ernte auch früher beginnen konnte. Zudem fiel während der Sommermonate in den meisten Regionen genügend Niederschlag - auf den leichteren Standorten konnte über die Feldberegnung die Versorgung der Bestände mit Wasser sichergestellt werden.
 
Das milde und sonnige Oktoberwetter hat die Rüben noch kräftig weiter wachsen lassen. Die bis Mitte Oktober eingefahrenen Rüben kommen nach kurzer Zwischenlagerung am Feldrand direkt in die Zuckerfabrik und werden dort umgehend verarbeitet. Für die Ernte ab Mitte Oktober werden Mieten auf den Feldern angelegt. Damit die Rüben vor Frost geschützt sind, werden sie in den Mieten ab Mitte November mit einem Schutzvlies zugedeckt. Dieser Schutz wird auch nötig sein, denn die Zuckerrübenkampagne wird nach 130 Tagen erst Ende Januar beendet sein. 

Alternative Verwendungswege für die Rübe gesucht

Nicht nur in Niedersachsen, sondern europaweit zeichnet sich eine sehr gute Zuckerrübenernte ab. Daraus folgt ein Überangebot an Zucker, was den Rübenpreis unter Druck geraten lässt. Nach zwei Hochpreisjahren mit Auszahlungspreisen über 50,00 Euro werden die Landwirte ihre Preiserwartungen für diese Ernte zurückschrauben müssen.
Nicht aus allen Zuckerrüben wird Zucker gewonnen. Auf einem Teil der Anbaufläche werden Rüben für Biogasanlagen produziert, die unter keinem Anbauvertrag mit einer Zuckerfabrik stehen. Ihr Anteil steigt beständig an.

Video: FNL-Hoftag: Nachhaltige Produktion bei Zuckerrüben (Okt 2014)

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