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Zuckerrüben

Nordzucker und DNZ vereinbaren höhere Rübenpreise

von , am
05.02.2013

Der endültige Auszahlungspreis für Zuckerrüben der Kampagne 2012 steht fest. Nordzucker und DNZ haben sich auf 43,50 Euro je Tonne für Rüben mit einem Standard-Zuckergehalt von 16 Prozent geeinigt.

Für das neue Anbaujahr ruft Nordzucker die Rübenbauer zur Zurückhaltung bei der Anbauplanung auf. © agrar-press
Der Dachverband Norddeutscher Zuckerrübenanbauer e. V. (DNZ) und die Nordzucker AG haben sich auf die endgültigen Auszahlungspreise für Zuckerrüben verständigt. Für Quotenrüben mit einem Standard-Zuckerhalt von 16 Prozent wurde ein Grundpreis in Höhe von 43,50 Euro je Tonne vereinbart, teilt Nordzucker mit.
 
Der Auszahlungspreis liegt um 17,21 Euro je Tonne über dem von der Europäischen Union gesetzlich festgelegten Zuckerrübenmindestpreis. Der durchschnittliche Auszahlungspreis inklusive sämtlicher Zu- und Abschläge beträgt damit knapp 58 Euro je Tonne.

Differenzierte Bezahlung für Überrüben

Für alle Industrievertragsrüben wurde, unabhängig von den individuell vereinbarten Preismodellen und Vertragslaufzeiten, ein Basispreis von 26,29 Euro je Tonne bei 16 Prozent Zuckergehalt vereinbart. Inklusive Zu- und Abschläge liegt der durchschnittliche Auszahlungspreis für alle außerhalb der Quotenmenge vertraglich gebundenen Rüben damit bei etwas über 37 Euro je Tonne.
 
Für außerhalb der Vertragsmengen gelieferte Überrüben haben sich Nordzucker und DNZ auf eine differenzierte Bezahlung geeinigt. Für I1-Überrüben im Umfang von bis zu 20 Prozent der Quotenmenge liegt der Auszahlungspreis bei gut 34 Euro je Tonne. Die restlichen I2-Überrüben erzielen etwa 21,50 Euro je Tonne.

20 statt fünf Prozent Überrübenvortrag möglich

Ergänzend dazu wird die Möglichkeit des Überrübenvortrags auf das neue Anbaujahr deutlich erhöht. Alle Rübenanbauer können nun Überrüben im Umfang von maximal 20 Prozent der Quotenmenge (bisher fünf Prozent) zu Quotenrübenkonditionen auf das neue Anbaujahr vortragen.
 
Aufgrund der hervorragenden Vermarktungsmöglichkeiten für Quotenzucker zahlt Nordzucker nachträglich noch einen Bonus für alle in der Kampagne 2011 gelieferten Quotenrüben in Höhe von 1,50 Euro je Tonne.

Zurückhaltung bei der Anbauflächenplanung 2013 gefordert

"Das vereinbarte Preispaket stellt insgesamt betrachtet für uns ein sehr gutes Ergebnis dar", kommentiert Verhandlungsführer Hans-Heinrich Philipps den gefundenen Kompromiss. Aufgrund der zum zweiten Jahr in Folge sehr großen Zuckerernte sei die Vermarktung der erheblichen Überschussmenge allerdings eine besondere Herausforderung für Nordzucker. "Bei den Überrüben mussten wir deshalb Abstriche von unseren ursprünglichen Preisvorstellungen machen" so Philipps. Deshalb empfiehlt der DNZ allen Rübenanbauern, die Möglichkeit des Überrübenvortrags zu prüfen.
 
Auch Nordzucker-Agrarvorstand Niels Pörksen äußerte sich zufrieden zu dem rechtzeitig vor den Winterversammlungen gefundenen Verhandlungsabschluss. "Die Zuckerrübe steht im harten Wettbewerb zu anderen Feldfrüchten. Deshalb freut es uns besonders, dass es uns aufgrund der zu erwartenden Ergebnissituation der Nordzucker möglich ist, diesem Wettbewerb mit sehr attraktiven Rübenpreisen Rechnung tragen zu können."
 
Mit Blick auf das neue Anbaujahr fordert Nordzucker die Rübenanbauer zur Zurückhaltung bei der Anbauflächenplanung auf. Jeder Rübenanbauer wird deshalb in Kürze eine neue Anbauempfehlung für die Aussaat 2013 erhalten.  

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