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Zuckerrüben

Notfallzulassung für weiteres Rübeninsektizid erteilt

Schwarze Bohnenlaus
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Klaus Strotmann, agrarheute
am
26.03.2019

Gegen die Pfirsichblattlaus und die Schwarze Bohnenlaus in Rüben ist jetzt ein weiteres Insektizid per Notfallzulassung erlaubt.

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hat Carnadine für 120 Tage zugelassen. Das Mittel enthält den Wirkstoff Acetamiprid aus der Gruppe der Neonicotinoide.

Damit ist neben Teppeki (Wirkstoff Flonicamid) ein weiteres Insektizid für diese Saison in Zuckerrüben verfügbar.

Systemische Wirkung

Die Flüssigformulierung soll laut Hersteller Nufarm sicher gegen die beiden virusübertragenden Blattlausarten wirken. Das Mittel wirkt systemisch und damit nach Herstellerangaben eine lang anhaltende Alternative zu den resistenzgefährdeten Pyrethroiden sein. Der Anbieter erhofft sich eine dauerhafte Zulassung ab 2022.

Die Zulassung von Carnadine gilt für die Zeit vom 25. März 2019 bis zum 22. Juli 2019. Die bundesweit zugelassene Menge wird auf 11.250 Liter zur Behandlung von 22.500 bis 28.125 ha je nach Befallsstärke bei zwei Anwendungen begrenzt.

Wichtig zu wissen

  • Anwendung im Freiland in Zuckerrüben und Futterrüben,
  • Zugelassen vom 2-Blatt-Stardium bis zum Reihenschluss (BBCH 12 bis 39),
  • Nach Erreichen von Schwellenwerten oder nach Warndienstaufruf,
  • 0,2 l/ha bei niedrigem bis mittlerem und 0,25 l/ha bei hohem Befallsdruck,
  • Max. 2 Zulassungen pro Kultur und Jahr mit mindestens 14 Tagen Abstand,
  • 200 bis 400 l/ha Wasser,
  • Die Wartezeit beträgt 35 Tage,
  • Abstandsauflagen sind einzuhalten, speziell zu Oberflächengewässern,
  • Einstufung als „nicht bienengefährlich“.
Mit Material von BVL, LTZ Augustenberg, Nufarm
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