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Zuckerrüben

Notfallzulassung: Teppeki jetzt gegen Blattläuse in Rüben erlaubt

Grüne Pfirsichblattlaus
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Klaus Strotmann, agrarheute
am
28.02.2019

Seit die Neonicotinoide auch in Rüben fehlen, droht eine Behandlungslücke gegen Vergilbungsviren. Für 2019 gibt es eine Lösung.

In der Rübensaison 2019 dürfen Blattläuse mit dem Insektizid Teppeki bekämpft werden. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hat das Mittel für 120 Tage zugelassen. Ab 1. April bis 29. Juli 2019 ist demnach eine Behandlung erlaubt.

Die Notfallzulassung gegen Blattläuse als Virusvektoren gilt für 10 t, das entspricht einer Befallsfläche von 71.500 ha Zuckerrüben, teilt der Hersteller mit.

Wirkstoff gegen Blattläuse

Teppeki hat bereits eine reguläre Zulassung unter anderem in Kartoffeln und Weizen. Der Wirkstoff Flonicamid soll mit der 120-Tage-Zulassung die Behandlungslücke gegen die Blattlaus schießen, die seit dem Wegfall der Neonicotinoid-Beizen auch in Zuckerrüben entstanden ist.

Das systemisch wirkende Insektizid bekämpft auch versteckt sitzende Blattläuse, die Viruskrankheiten übertragen.

Die Genehmigung gilt für die Entwicklungsstadien BBCH 12 bis 49 nach Erreichen der Schwellenwerte oder nach Warndienstaufruf. Der relevante Zeitraum für die Bekämpfung werde damit gut abgedeckt, sagt der Anbieter.

Wichtig zu wissen

  • Teppeki darf in Rüben nur gegen Blattläuse als Virusvektoren eingesetzt werden,
  • Anwendung zwischen BBCH 12 und 49,
  • Maximal eine Anwendung in der Kultur,
  • 140 g/ha Aufwandmenge,
  • In 200 bis 500 l/ha Wasser,
  • Die Wartezeit beträgt 60 Tage.
Mit Material von BVL, LTZ Augustenberg, Belchim

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