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Praxistest: Rübenflächen auf Nematoden checken

© agrarfoto.com
von am
08.08.2017

Stellen Nematoden auf den Rübenflächen ein Problem dar, kann ein Praxistest bei der Sortenentscheidung zur Aussaat helfen.

Der Schädling Heterordera schachtii (Weißes Rübenzystenälchen) kann bei stärkerem Auftreten maßgeblich den möglichen Zuckerertrag beeinflussen. Wie der Landwirtschaftliche Informationsdienst Zuckerrübe (liz) schreibt, besagt eine Faustzahl, dass je 100 E+L (Eier und Larven)/100 ml Boden mit zirka einem Prozent Ertragsverlust zu rechnen ist.

Mit Heterodera schachtii befallene Rüben erkennt man am zurückgebliebenen Wachstum und am nesterweisen Welken. Dies ist allerdings erst bei einem hohen Nematodenbefall sichtbar. Ein geringer Befall bis ca. 300 E+L/100 ml Boden ist in Rübenfruchtfolgen oft latent vorhanden und verursacht einen entsprechenden Ertragsverlust ohne sichtbare Anzeichen einer Schädigung.

Bei schwachem Befall Nematoden-Nester nicht sichtbar

Da bei einem schwachen Befall die Nester nicht sichtbar sind, bietet sich laut liz ein Praxistest an. Auf einer Verdachtsfläche sollte eine Teilfläche (Streifen) mit einer preiswerten nematoden-toleranten Sorte neben der betriebsüblichen Standardsorte angelegt werden. Bei Auffälligkeiten während des Wachstums könne dann über gezielte Maßnahmen mit den Anbauberatern diskutiert werden.

Mit Material von liz
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