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Zuckerrüben

Regional bis zu 50 Prozent der Rübenfläche bestellt

© Mühlhausen/landpixel
von , am
17.03.2014

Der 15. März galt lange Zeit unter Praktikern als Faustzahl für den frühesten Beginn der Rübenaussaat.

Die Rübenaussaat 2014 ist wegen des guten Wetters der letzten Wochen regionsweise bereits weit vrogeschritten. © landpixel
Nach Angaben des Landwirtschaftlichen Informationsdienstes Zuckerrübe (liz) hat die Aussaat in diesem Jahr am 15. März im LIZ-Gebiet nicht nur längst begonnen, in vielen Regionen ist sie bereits weit fortgeschritten.
 
Gut ein Drittel der Rübenflächen sind laut LIZ-Aussaat-Statistik im Hannoveraner Gebiet um Clauen und Nordstemmen, in Schladen und in Klein Wanzleben bestellt. In der Köln-Aachener Bucht sind sogar schon 50 Prozent der Pillen in der Erde. Mit einem weiterhin so rasanten Anstieg der bestellten Flächen ist laut liz in den kommenden Tagen allerdings nicht zu rechnen, da in den meisten Regionen Niederschläge die Aussaat fürs erste unterbrochen haben. Eine Ausnahme bildet hier nur das Rheinland, wo die Witterung bislang stabil ist und alles auf eine Aussaat ohne Unterbrechungen hindeutet.

2011 erfolgte Reihenschluss im Mai

Im Einzugsgebiet der Zuckerfabrik Jülich dürften Freitagabend laut liz etwa 30 Prozent der Flächen bestellt sein. Regional gibt es große Unterschiede: während im westlichen Teil (Richtung holländische Grenze) zum Teil schon die Hälfte im Boden ist, hat man im östlichen Teil (Bergheim, Bedburg, Rommerskirchen) erst vereinzelt begonnen. Hier dürfte der Anteil der bestellten Fläche bei knapp 10 Prozent liegen.
 
Spätestens Ende Mai werden man wissen, welche Entscheidung richtig war. Im Jahr 2011 (Rekordjahr) war zu dieser Zeit schon Reihenschluss.

Auf Bodenschluss und Krümelstruktur achten

Wie der liz weiter schreibt, lassen Wind und Sonne bei geringer Luftfeuchtigkeit viele Böden oberflächig rasch und stark trocknen. Dies kann Probleme bereiten, sowohl nach Frühjahrsfurche als auch nach Lockerung von Mulchsaatflächen bei noch zu feuchtem Boden. Vor allem dort, wo aufgrund des milden Winters keine frostgaren Böden vorliegen. Die noch grob liegenden Pflugschollen und Kluten lassen sich nur schwer zerkleinern und Bodenschluss herzustellen erweist sich als schwierig. Dies wäre für das Saatbett aber besonders wichtig, da zunächst kein Regen in Aussicht ist und bei trockenem Boden die Pillen oftmals keinen Anschluss an das Bodenwasser vorfinden werden. Ein feinkrümeliges und abgesetztes Saatbett herzurichten sei angesichts des frühen Kalenders allemal wichtiger als eine unwesentlich frühere Saat.
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