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Zuckerrüben

Rüben-Anbau: Letzte gedrillt, erste laufen auf

von , am
13.04.2015

In diesen Tagen werden im Norden Deutschlands die letzten Rüben gesät. Die ersten Rübenpflanzen laufen bereits auf. Damit steht die erste Herbizidbehandlung an. Das gilt es zu beachten...

Bevor der große Regen kommt sollten Unkräuter im Rübenbestand bekämpft werden. © landpixel
Die in der 2. Märzhälfte gesäten Rüben laufen derzeit auf. Dabei hatten sie es bis jetzt nicht leicht, denn die ausgeprägte Kaltwetterphase ließ eine rasche Entwicklung nicht zu, berichtet der Informationsdienst Zuckerrübe (LIZ). Hinzu kommt, dass die teilweise ergiebigen Niederschläge auf vielen Flächen zu einer Verschlämmung und Verkrustung der Bodenoberfläche geführt haben. Parallel zu den Rüben laufen natürlich auch die ersten Unkräuter auf. Für eine Behandlung sollte aber, wenn möglich, zunächst der vollständige Rübenauflauf abgewartet werden.

Tipps zur 1. NA-Behandlung

Die Witterungsbedinungen für die 1. NA-Behandlung sind derzeit optimal. Bis zur Behandlung sollten die Rüben-Keimblätter bereits über 24 Stunden entfaltet sein, um Herbizidstress zu vermeiden, empfiehlt LIZ. Sind die Keimpflanzen normal entwickelt, kann bei der erwarteten Witterung die Basis-Aufwandmenge ohne Zu- noch Abschläge eingesetzt werden. Bei gestörtem Rübenwachstum sollten die blattaktiven Herbizide um 25 % reduziert werden. Besser ist es zu warten, bis die Rübenpflanzen sich erholt haben, was bei der warmen Witterung bereits nach 1 bis 2 Tagen der Fall sein kann. Bei der genauen Bemessung von Zu- und Abschlägen für die Basis-Aufwandmengen helfen das Programm LIZ-Herbizid.

Kommissionssaatgut und Entsorgung

Für Betriebe, die jetzt noch Saatgut benötigen, hält der Infodient LIZ Kommissionssaatgut in den drei Lagern in Kolenfeld (Bohrßen), Northeim (Maschinenring Leinetal) und Nordstemmen (Rübenbüro bzw. Produktwaage) vor.
 
Zudem weist LIZ auf die Rückgabe von altem, nicht mehr benötigtem Saatgut zur Entsorgung hin. Dies können Landwirte kostenlos in den beiden Außenlägern (Kolenfeld und Northeim) sowie im Rübenbüro abgeben. Die endgültige Entsorgung übernehmen dann die Züchter.

Vegetationsreport: Erste Maßnahmen bei Rüben (2014)

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