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Zuckerrüben

Rüben: Forscher entschlüsseln Ort der Zuckereinlagerung

von , am
13.01.2015

Spitzenerträge und hohe Zuckergehalte durch die Bank - das Rübenjahr 2014. Dies könnte nun kein Einzelfall bleiben. Forscher der Uni Würzburg sind dem Geheimnis der Zuckereinlagerung auf die Schliche gekommen.

In 2014 konnten die Landwirte Toperträge bei den Zuckerrüben erzielen. © Mühlhausen/landpixel
Die Forschergruppe um Prof. Dr. Hedrich vom Institut für Molekulare Pflanzenphysiologie und Biophysik der Universität Würzburg konnte jetzt entschlüsseln, wie der Zucker in den Rüben gespeichert wird. Verantwortlich ist ein Rüben-Transporter-Gen namens BvTST2.1, das selektiv Saccharose in die Vakuole (Saftspeicher) der Rübenzellen leitet, zitiert der liz die Fachzeitschrift Nature Plants.
 
Sofern weiterführende Laborversuche das vermutete Prinzip bestätigen, könnte man Rüben mit einem erhöhten Transporter-Gehalt züchten. Damit ließen sich noch höhere Zuckergehalte erzielen und der Beginn der Zuckerspeicherung vorverlegen.
 
 

Hohe Zuckergehalte lassen Fabriken länger arbeiten

Abb.: Regionale Spitzenerträge bei Rüben im liz-Gebiet 2014. © LIZ
Wie der liz schreibt, lassen die Ausnahmeerträge einiger Spitzenschläge selbst erfahrene Rübenanbauer und Berater staunen. Zuckerertäge von über 22 t/ha konnten demnach vereinzelt erzielt werden. Der Landwirtschaftliche Informationsdienst Zuckerrübe zeigt einige der Spitzenerträgen der einzelnen Regionen.
Die unerwartet hohen Zuckerrübenertrag des vergangenen Jahres lassen auch die Zuckerrübenfabriken in Niedersachsen ihren Betrieb noch bis Ende Januar fortführen. Dies teilte das Landvolk Niedersachsen Ende der letzten Woche mit. Der Landesbauernverband verwies auf Angaben des Dachverbandes Norddeutscher Zuckerrübenanbauer (DNR), wonach die Landwirte mit mehr als 80 t Rüben/ha und einem Zuckergehalt von rund 17 Prozent (%) im Schnitt rund 14 t Zucker/ha ernteten.
 
Das entspricht einem Plus von rund 24 % gegenüber der Vorjahresmenge. Die hohen Erträge hätten viele Landwirte veranlasst, einen Teil der diesjährigen Ernte auf ihr Quotenkontingent für das kommende Jahr vortragen zu lassen. Damit werde die Anbaufläche 2015 in Niedersachsen gegenüber zuletzt 100.000 ha voraussichtlich deutlich niedriger ausfallen.

Zuckerrüben: Herbizide für die Saison 2015

Für die Unkraut-/Ungrasbekämpfung in Zuckerrüben stehen laut liz alle bisherigen Wirkstoffe weiterhin zur Verfügung. Allerdings werden die Herbizide Goltix Super (Metamitron+Ethofumesat) und Kontakt 320 SC (Phenmedipham) 2015 nicht mehr vermarktet. Gleiches gilt für das Additiv Oleo FC. Die Herbizide dürften aber im Rahmen der Aufbrauchfristen noch eingesetzt werden.
 
Die seit Jahren erwartete Zulassung von Venzar (Lenacil) sei auch für 2015 nicht sicher (Probleme im Rahmen der zonalen Zulassung). Mit Hasten kommt ein neues Additiv als Raps-Methyl-Ester. Neue Herbizid-Kombinationen werden für 2016 erwartet.
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