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Zuckerrüben

Rüben sind früh dran

© Mühlhausen/landpixel
von , am
04.06.2014

In einigen Regionen Deutschlands haben nahezu alle Zuckerrübenbestände den Reihenschluss schon erreicht - was hohe Erträge verspricht. Der Entwicklungsstand ist allerdings sehr heterogen.

In Jülich haben 85 Prozent der Rüben den Reihenschluss erreicht (Stand: 1. Juni). © Mühlhausen/landpixel
Die Statistik des Landwirtschaftliche Informationsdienstes Zuckerrübe (LIZ) deckt die Region Nord-, Ost- und Westdeutschland ab. Am weitesten fortgeschritten ist der Reihenschluss (Stand: 1. Juni) demzufolge in Jülich (85 Prozent), Schladen (72 Prozent), Clauen, Klein Wanzleben und Brandenburg (70 Prozent).
 
Zu beobachten ist allerdings ein sehr unterschiedlicher Entwicklungsstand. In Schleswig-Holstein beispielsweise zeigt die Statistik nur auf drei Prozent der Fläche bereits einen Reihenschluss an.
 
Nach Angaben des LIZ erreichen die Rüben den für die Ertragsentwicklung wichtigen Reihenschluss dieses Jahr ähnlich früh wie 2011. Damals verzeichnete man im LIZ-Gebiet die bislang beste Rübenernte.  

Süddeutschland: Rüben zwei bis drei Wochen vorne

In Süddeutschland sind die Rüben dieses Jahr früher dran als üblich. BISZ (Beratung und Information für den Süddeutschen Zuckerrübenanbau) berichtet Ende Mai vom Reihenschluss der ersten Bestände. Die Rübenentwicklung liegt damit in Süddeutschland zwei bis drei Wochen vor der des Vorjahres.
 
Im Einzugsgebiet der Zuckerfabriken Rain und Offstein hatten Ende Mai bereits die Hälfte der Zuckerrübenbestände die Reihen geschlossen. Der Schädlingsdruck ist noch gering.

Tipps zur Bordüngung

Ist Bor nur gering verfügbar (hoher pH-Wert, Trockenheit, viel organische Substanz) muss gedüngt werden, um Herz- und Trockfäule - und in Folge Ertragsausfälle - zu vermeiden. Der Landwirtschaftliche Informationsdienst Zuckerrübe gibt dazu folgende Tipps:
  • Über Blatt düngen, um die Verfügbarkeitsproblematik im Boden zu umgehen.
  • Optimaler Termin: bei Reihenschluss (Kompromiss zwischen frühem Borbedarf einerseits, und ausreichend Blattfläche zur Aufnahme andererseits). Bor muss vorbeugend (vor Mangelerscheinung) eingesetzt werden, da keine heilende Wirkung möglich ist.
  • 300 bis 500 Gramm Bor je Hektar Düngerform (Salz, Säure ...), keine Hinweise auf Vorzüglichkeiten
  • Splitting nur bei hohen Mengen
  • Mischungen mit Herbiziden, Fungiziden und Insektiziden vorher prüfen (Chelate unproblematischer als Sulfate und Nitrate; Bor zuletzt in Spritzbrühe eingeben; gegebenenfalls ansäuerndes Additiv zusetzen, um durch Bor verursachte pH-Erhöhung in der Spritzbrühe (= beschleunigter Wirkstoffabbau bestimmter Wirkstoffe) auszugleichen)

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