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Unkrautbekämpfung

Rüben: Jetzt geht’s den Unkräutern an den Kragen

Unkrautbekämpfung in Zuckerrüben
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Amelie Grabmeier, agrarheute
am
04.05.2018

Wegen der hohen Bodenfeuchte sind dieses Jahr viele Rübenflächen mit Unkräutern übersät. Wie Sie diese bekämpfen, lesen Sie hier.

Wegen der hohen Bodenfeuchte wuchern dieses Jahr in vielen Rübenflächen Unkräuter. Bei früh gesäten Zuckerrüben und einer erfolgreichen Nachauflaufbehandlung müssen Sie jetzt mit der Anschlussbehandlung beginnen. Bei einer späten Rübenaussaat ist es dringend notwendig, dass Sie das Unkraut spätestens mit der 2. NAK-Behandlung (Nachauflauf Keimblatt) bekämpfen.

Herbizidschäden vermeiden

Bei nasser Witterung und hohen Temperaturen ist die Zuckerrübe besonders empfindlich. Um Herbizidschäden zu vermeiden, sollten Sie SC oder SE formulierte Kombipräparaten, wie etwa Betasana Trio oder Belvedere Extra, verwenden. Diesen können Sie Zusatzstoffe beimischen, um deren Verträglichkeit zu verbessern.

Mischunkräuter bekämpfen

Viele Flächen sind dieses Jahr von Knöterich-Arten, Gänsefuß, Melde, Kamille und Ausfallraps befallen. Gegen eine breite Mischverunkrautung sollten Sie 1,0 - 1,25 l/ha Betanal maxxPro + 1,5 l/ha Goltix Titan + 0,2 l/ha Ethosat einsetzen. Ist Ausfallraps das vorrangige Problem, müssen Sie Debut (20 g/ha + 0,25 l/ha FHS) beimischen und die Metamitron-Menge auf mindestens 1,5 l/ha Metafol/Goltix Gold erhöhen.

Ungräser nicht vergessen

Bei einer geringen Verungrasung können Sie Bodenherbizide, wie etwa Metamitron, Ethofumesat oder Chloridazon verwenden. Tritt auf Rübenflächen verstärkt Ungras auf, müssen Sie ein Graminizid (wie Agil, Fusilade MAX, Gallant Super, Targa Super/Panarex, Aramo, Focus Ultra, Select 240 EC) einsetzen. Die Anwendung hat zwischen der 2. und 3. NAK zu erfolgen. Die Ungräser müssen zur ausreichenden Wirkstoffaufnahme mindestens 2- 3 Blätter ausgebildet haben.

Steht bei der Bekämpfung die einjährige Rispe im Vordergrund, ist Select 240 EC mit Goltix Titan/Metafol zu verwenden. Auf Hirsestandorten sollten Sie ab der 2. NAK-Behandlung Spectrum mit 0,3 – 0,45 l/ha beimischen. Zur Bodenversiegelung gegen spät keimende Hirse können Sie bei größeren Zuckerrüben (nach der 3. NAK) bis zu 0,9 l/ha Spectrum ausbringen.

Auf Tankmischungen möglichst verzichten

Auf Tankmischungen mit anderen Herbiziden sollten Sie wegen der erhöhten Empfindlichkeit der Rübe möglichst verzichten. Sollte eine Tankmischung mit anderen Herbiziden notwendig sein, müssen Sie die Menge des Graminizids unbedingt um 50 bis 60 Prozent reduzieren. Außerdem sollten Sie keine Zusatzstoffe verwenden, da die Präparate ölhaltig sind.

Mit Material von Isip

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