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Zuckerrüben

Rübenanbau: Niedersachsens Landwirte müssen umbrechen

von , am
24.04.2015

Den niedersächsischen Rübenbauern machen ihre Felder Sorgen. Durch starke Bodenverkrustungen kommen teilweise weniger als 40.000 Pflanzen pro Hektar durch. Einige Tausend Hektar müssen umgebrochen werden.

Rüben-Aussaat: Durch starke Bodenverkrustungen kommen teilweise weniger als 40.000 Pflanzen pro Hektar durch. © landpixel
Rüben, die direkt vor den starken Niederschlägen in der Woche vor Ostern gesät wurden, müssen zum Teil neu gesät werden. Der Regen hat den feinkrümeligen Boden verschlämmt und der anschließende Sonnenschein hat die oberste Bodenschicht stark verkrustet. Für die Keimlinge wurde sie damit zu einer unüberwindbaren Hürde. Der Informationsdienst LIZ berichtet derzeit von einem durchschnittlichen Feldaufgang zwischen 40.000 und 70.000 Pflanzen je Hektar. Bei unter 35.000 Pflänzchen müssen die Landwirte den Acker umbrechen.

Bis zu 3.000 ha müssen neu gesät werden

Die Nordzucker AG erwartet, dass in Niedersachsen bis zu 3.000 Hektar Rübenfläche umgebrochen werden müssen. Eine Neuaussaat kostet den Landwirt allerdings 300 bis 400 Euro je Hektar. Nach Meldung des Landvolk-Pressedienstes beobachten die Ackerbauern ihre Bestände derzeit sehr genau und äußerst kritisch. Sie legen sogenannte Zählstrecken an, um das Wachstum der Keimlinge vergleichen zu können und wägen an Hand der Ergebnisse ab. Allerdings dürfen sie mit der Entscheidung nicht mehr zu lange warten, denn die neuausgesäten Rüben brauchen jetzt jeden Vegetationstag, um die verlorene Zeit aufzuholen und im Herbst noch einen guten Ertrag liefern zu können.
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