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Zwischenfrüchte

Rübenaussaat: Jetzt nichts überstürzen!

Bodenbearbeitung vor der Rübenaussaat
am Montag, 23.03.2020 - 11:44 (Jetzt kommentieren)

Auf dem Acker steht gerade ziemlich Vieles gleichzeitig an. Und die Zwischenfrüchte wachsen munter weiter. Was jetzt zu tun ist.

Vielerorts waren die Flächen lange nicht befahrbar. Bei den jetzt rasch abtrocknenden Böden ballt sich aktuell die Arbeit auf dem Feld so sehr wie selten. In allen Kulturen stehen jetzt Dünge-, Pflanzenschutz- und teilweise Bodenbearbeitungsmaßnahmen an.

Trotz der Arbeitsschritte, die bis zur Aussaat noch anstehen, sollten Sie nichts überstürzen, rät der Landwirtschaftliche Informationsdienst Zuckerrübe (LIZ).

„Die beiden letzten Jahre haben gezeigt, dass die Folgen zu früher Bearbeitung sich insbesondere in Trockensituationen schmerzlich bemerkbar machen.“

Vitale Zwischenfruchtbestände

Achten Sie jetzt besonders auf die Zwischenfruchtflächen. „Hier ist jetzt besonders viel zu tun, da der verbreitet milde, feuchte Winter in den meisten Fällen zu einer unbehandelten oder unbearbeiteten, vitalen Zwischenfrucht führt.“

Generell ließ die Witterung eine Bodenbearbeitung bisher nicht zu.

Was auf Rübenflächen jetzt zu tun ist

Die LIZ-Berater empfehlen für die nächsten Tage auf den kommenden Rübenflächen:

„Sobald eine ausreichende Befahrbarkeit vorliegt, ist meist eine chemische Behandlung der Zwischenfrucht notwendig.“ Dabei ist ausreichend Zeit bis zur nachfolgenden Bearbeitung einzuplanen.

Das bedeutet: mindestens 2 Tage bei einjährigen Unkräutern oder Ungräsern, mindestens 7 Tage bei Wurzelunkräutern und Quecke.

Danach, wenn nötig – also bei großem Masseaufwuchs – ein mechanisches Zerkleinern der Zwischenfrucht. Dazu eignet sich zum Beispiel ein Mulcher oder eine Messerwalze. Achten Sie auf die Wartezeiten nach dem Einsatz eines Totalherbizids.

Auf blühenden Zwischenfruchtflächen darf zur Vermeidung von Rückständen in Honig kein Glyphosat eingesetzt werden.

Grunddüngung mit Kali

Führen Sie anschließend, wenn noch nötig, eine Grunddüngung mit Kali durch. „Für eine homogene Verteilung ist eine große Zwischenfrucht sehr hinderlich, daher erst nach der Zerkleinerung. Der Effekt kleiner Zwischenfrüchte auf die Streugenauigkeit ist vernachlässigbar“, sagen die Rübenfachleute von LIZ. Fehlende Nährstoffmengen für die Grunddüngung lassen sich mit LIZ Dungpro planen

Dann folgt, wenn geplant, eine organische Düngung. Aufgrund der stabilen Hochdruckphase sollten Sie angesichts der hohen Winterniederschläge nichts überstürzen. Falls die Druckbelastung aber doch zu hoch wird und Fahrspuren unvermeidbar sind, ist gegebenenfalls ein Pflugeinsatz nötig.

Abschließend folgen die mineralische N-Düngung und wie gewohnt die Saatbettbereitung.

Mit Material von LIZ

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