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Zuckerrüben

Weitere Rübenschnitzel mit erhöhtem Dioxingehalt entdeckt

von , am
09.11.2011

Schwerin - Nachdem gestern bekannt wurde, dass in Niedersachsen Zuckerrübenschnitzel mit erhöhtem Dioxinwert an Landwirte geliefert wurde, meldet heute auch Mecklenburg-Vorpommern Verunreinigungen.

Umstrittene Produktionsabgabe: 295 Millionen Euro sollen die europäischen Zucker- und Rübenerzeuger zurückerstattet bekommen. © landpixel
Nach derzeitigem Kenntnisstand sind in Mecklenburg-Vorpommern vier tierhaltende Betrieb mit Zuckerrübenschnitzeln, beziehungsweise Zuckerrübenschnitzelhaltigen Futtermitteln beliefert worden, die einen erhöhten Dioxingehalt aufweisen. Das teilt das Landwirtschaftsministerium Mecklenburg-Vorpommern mit. Die Schnitzel stammen aus Chargen, bei denen im Rahmen der Eigenkontrolle des Herstellers ein Dioxingehalt oberhalb des Grenzwertes von 0,75 ng/kg festgestellt wurden.

Risikoanalyse für bereits verfütterte Schnitzel

Von der insgesamt gelieferten Menge (circa88 Tonnen) sei die noch vorhandene Menge von etwa 35 Tonnen umgehend gesperrt worden. Diese werden unter Aufsicht der Futtermittelüberwachungsbehörde durch den Lieferanten entsorgt.
 
Für die bereits verfütterten Mengen wurde eine Risikoanalyse durchgeführt, bei der der gemessene Höchstgehalt im Ausgangsmaterial und der Anteil der Zuckerrübenschnitzel an der Gesamtfutterration für die jeweilige Tierart in Relation gestellt werden. Damit wurde eine mögliche Belastung der verfütterungsfertigen Futtermittel errechnet. Auch bei Annahme der Höchstbelastung ist davon auszugehen, dass der Dioxingehalt in der Futterration zu keiner Höchstwertüberschreitung führt. Es gibt keine Ansatzpunkte, die auf eine mögliche Grenzwertüberschreitung bei Lebensmitteln hinweisen. 

Auch in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt kam es zu Verunreinigungen. Mehr dazu lesen Sie hier ...
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