Das ist ein Artikel vom Top-Thema:

Zuckerrüben

Sachsen-Anhalt: Feldmäuse sorgen auf Rübenfeldern für Probleme

Fraßschäden an einer Zuckerrübe
am Montag, 09.11.2020 - 12:33 (Jetzt kommentieren)

In Sachsen-Anhalt sind derzeit stärker Fraßschäden an Rüben zu finden. Ausreichend Futter begünstigt die Vermehrung der Feldmäuse.

Im Osten Deutschlands treten in den Rübenfeldern derzeit vermehrt Feldmäuse auf, wie der Landwirtschaftliche Informationsdienst Zuckerrübe (LIZ) berichtet. Im Einzugsgebiet der Zuckerfabrik Könnern finden sich viele Fraßschäden am Rübenkörper, Gänge und Mäuselöcher.

„Der erhoffte Ertragszuwachs der hier ohnehin niedrigen Rübenerträge ist dadurch zum Teil verloren gegangen, da die Mäuse den Rübenkörper häufig bis auf die äußere Schicht aushöhlen“, heißt es von LIZ.

Feldmäuse: Alle drei Jahre kommt es zu einer Starkvermehrung

Besonders in Regionen mit hohen Anteilen an Futterbauflächen, Winterungen, Möhren, Zuckerrüben und Mulchsaat verändern sich Mäusepopulationen tendenziell zyklisch. Alle drei bis vier Jahre ist mit einem Höchstbesatz zu rechnen.

Die Erklärung für diese Zyklen liegt in einem Wechselspiel zwischen der hohen Vermehrungsrate (Tragezeit: 20 Tage, 5 bis 7 Würfe à 4 bis 7 Junge) einerseits und den Nahrungs- und Witterungsbedingungen andererseits. Massenvermehrungsjahre sind Jahre mit optimalem Nahrungsangebot und warmem Frühjahr, warmem, trockenem Herbst und mildem Winter.

Wann Populationen wieder zusammenbrechen

Ab einer bestimmten Populationsdichte wird das Futter jedoch so knapp, dass die Tiere verhungern. Die Population bricht zusammen und benötigt anschließend einige Jahre, um wieder ein mittleres Niveau zu erreichen.

Aufgestellte Sitzgelegenheiten für Greifvögel unterstützen die Jagdmöglichkeiten der natürlichen Feinde. Pflügen im Spätherbst und Winter kann das Mäusenest ausheben und den Nachwuchs dezimieren.

Mit Material von LIZ
Das agrarheute Magazin Die digitale Ausgabe Dezember 2020
agrarheute digital iphone agrarheute digital macbook
cover_agrarheute_magazin.jpg

Kommentare

agrarheute.comKommentare werden geladen. Bitte kurz warten...