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Zuckerrübenernte

So die Rübenmiete nach der Abfuhr beackern

Rübenmaus beim Überladen von Zuckerrüben
© agrarfoto
von am
31.10.2017

Der Erdschwad ist oft groß: Nach dem Verladen der Zuckerrüben bleibt auf der Lagerfläche eine Menge abgereinigte Masse aus Blättern, Kleinteilen und Unkraut auf dem Feld liegen - Was damit je nach Witterung und Bodenfeuchte jetzt zu tun ist.

Wird die Mischung aus Rübenblättern, Unkraut und abgetrennter Erde biologisch abgebaut, entstehen Säuren und Gase, die den folgenden Weizen schädigen können. Daher ist die konzentrierte Biomasse möglichst zu verdünnen.

Großflächig verteilen

Das lässt sich machen durch grubbern, eventuell planieren, verladen und verteilen auf dem Acker und anschließend pflügen. Nötig ist großflächiges Verteilen und tiefes Einmischen in den Boden. Der Landwirtschaftliche Informationsdienst Zuckerrübe (LIZ) gibt dazu Tipps.

Vier Tipps je nach Situation

1. Trockene Bedingungen: Meist wird mehrfach gegrubbert und planiert. Bei nichtwendender Folgebearbeitung ist Planieren und Verteilen gut möglich.

2. Feuchte Bedingungen: Hier kommt möglichst der Pflug zum Einsatz, da Planieren und Grubbern noch mehr Verdichtungen bringen. Ziel ist ein befahrbarer Saathorizont.

3. Riesige Mieten: Auf Lagerplätzen mit massenweise abgereinigtem Material und trockeneren Bedingungen wird der Erdschwad zusammengeschoben und später breitflächig ausgebracht, etwa mit Kompoststreuern. Der hohe Aufwand lohnt vor allem aus phytosanitärer Sicht. Die Nachfolgefrucht wird kaum beeinträchtigt.

4. Nemtodenbelastete Flächen: Vor dem Verteilen des Schwads empfiehlt sich eine mindestens einwöchige Erwärmung des belasteten Materials. Dazu ist der Erdschwad zunächst unbearbeitet oder in Haufen liegenzulassen.

Mit Material von LIZ
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