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Unkrautbekämpfung

Spätkeimer in Rüben entfernen: Achtung, giftig!

Stechapfel
am Montag, 12.08.2019 - 08:43 (Jetzt kommentieren)

Stechapfel, Samtpappel oder Ambrosie kommen mit dem Saatgut auf unsere Äcker und sind giftig. Hirse ist da noch relativ harmlos.

Aktuell beobachten viele Rübenanbauer vor allem am Vorgewende exotische Unkräuter. Dabei handelt es sich unter anderem um Samtpappel, die auch Lindenblättrige Schönmalve genannt wird, und um Stechapfel. Die Pflanzen fallen durch ihre Größe und durch besondere Blütenformen und untypische Fruchtstände auf.

Weniger auffällig dafür aber umso gefährlicher ist die bisher seltener auftretende Ambrosie. Der Landwirtschaftliche Informationsdienst Zuckerrübe (LIZ) erklärt, was in der Unkrautbekämpfung zu tun ist.

Über das Saatgut aus dem Süden eingeschleppt

Die Exoten wachsen vornehmlich in den südeuropäischen Vermehrungsgebieten unserer üblichen Zwischenfrüchte. Als unerwünschte Beikräuter gelangen sie unter anderem im Saatgut auf unsere Flächen.

Diese Pflanzen sind Spätkeimer. Damit sind sie einerseits zum Zeitpunkt der üblichen Herbizidbekämpfung noch nicht aufgelaufen; andererseits lassen sie sich mit den zugelassenen Herbiziden auch nicht sicher ausschalten.

Konsequent ausreißen, aber nur mit Schutz

Daher ist das konsequente Entfernen eine wichtige Vorsorge: Ausreißen mit der Hand und vollständig vom Acker entfernen. So lässt sich einer Vermehrung entgegenwirken.

Vorsicht: Stechapfel und Ambrosie sind giftig und können Allergien auslösen. Handschuhe sind daher Pflicht!

Späte Hirsebekämpfung noch möglich

Neben den Exoten überwachsen derzeit häufig Hirsen die Rüben. Trotz des späten Termins ist laut LIZ-Empfehlungen unter folgenden Bedingungen eine relativ sichere Bekämpfung noch möglich:

  • Ausreichend Blattmasse muss die Rüben überwachsen, um eine Benetzung zu gewährleisten,
  • der Samen darf aber noch nicht ausgereift sein, um eine Vermehrung zu vermeiden.

Diese Hirsemittel eignen sich

Graminizide Gräsermittel wie etwa Agil S, Fusilade Max, Focus Ultra und andere sollten wie immer bei hoher Luftfeuchte, mit Additivzusatz und viel Wasser ausgebracht werden.

Die Herbizide bekämpfen die Hirse aktiv und erleichtern die Ernte deutlich. Auf Schlägen mit ganzflächigem Hirsebesatz lässt sich die Behandlung mit einem anstehenden Fungizideinsatz kombinieren.

Mit Material von LIZ

Ambrosie und Co. in Rüben: Exoten sicher unterscheiden

Ambrosie
Ambrosie-Blütenstand
Samtpappel
Samtpappel
Stechapfel
Stechapfel

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