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Unkrautbekämpfung

Stechapfel und Co: So bekämpfen Sie exotische Unkräuter

Stechapfel Neophyt Zuckerrüben
am Montag, 10.08.2020 - 11:53 (Jetzt kommentieren)

Stechapfel, Samtpappel und Ambrosie sind nicht nur hartnäckig, sondern teilweise sogar gefährlich. Das ist nun auf den befallenen Flächen zu tun.

Auf einigen Flächen tauchen zurzeit Unkräuter auf, die durch ihre großen Blätter, auffälligen Blüten und ungewöhnlichen stacheligen Fruchtstände ins Auge fallen. Dabei handelt es sich etwa um die Samtpappel, auch Lindenblättrige Schönmalve genannt und den Stechapfel. Die Ambrosie ist hingegen unauffälliger, dafür aber nicht minder hartnäckig.

Die drei Exoten sind vor allem im Vorgewende von Zuckerrüben, aber auch in Kartoffeln, Zwiebeln oder Möhren zu finden.

Neophyten: Zugewanderte Arten aus Südeuropa

Die Neophyten sind in Südeuropa verbreitet und tauchen schon seit einigen Jahren in Deutschland auf. Als unerwünschtes Mitbringsel gelangen sie aus den dortigen Vermehrungsgebieten von Zuckerrüben und Zwischenfrüchten auf die deutschen Äcker. Durch den Klimawandel könnten die wärmeliebenden Pflanzen künftig häufiger auftreten. Der Landwirtschaftlichen Informationsdienst Zuckerrübe (LIZ) erklärt, wie sie zu bekämpfen sind.

Als Spätkeimer laufen Samtpappel, Ambrosie und Stechapfel erst nach den üblichen Herbizidbehandlungen auf. Zudem bestehen Wirkungslücken bei einigen Herbiziden. Daher ist die Bekämpfung insbesondere in den Zuckerrüben schwierig.

Vorsicht Gift!

Die effektivste Methode ist das Ausreißen der Unkräuter, um einer weiteren Verbreitung vorzubeugen.

Doch Vorsicht: Der Stechapfel und die Ambrosie sind stark giftig. Sie rufen Hautreizungen und Allergien hervor. Daher sollten Sie beim Herausziehen Handschuhe tragen. Die Samtpappel ist hingegen ungiftig, aber ebenfalls lästig.

Die drei Arten haben großes Vermehrungspotenzial. Daher sollten Sie die herausgezogenen Pflanzen konsequent aus dem Acker entfernen und über den Hausmüll entsorgen.

Ambrosie und Co. in Rüben: Exoten sicher unterscheiden

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