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Zuckerrüben

Trockener November: So profitieren Sie als Rübenbauer

von , am
21.11.2011

Der November zeigt sich seit Wochen von seiner trockenen Seite. Gut für Rübenbauern: Hier erfahren Sie, was jetzt zu tun ist.

Im Jahr 2016 beträgt die Abschlagszahlung für Quotenrüben 20,- Euro je Tonne. © agrar-press
Der Landwirtschaftliche Informationsdienst Zuckerrübe (liz) empfiehlt, jetzt mit dem Abdecken zu beginnen. Die aktuelle Wetterlage biete optimale Bedingungen für die Langzeitlagerung. Die günstige Witterung ermöglicht eine trockene, erdarme und frostfreie Rübenernte. Damit sind ideale Voraussetzungen für eine verlustarme Langzeitlagerung gegeben.

Rüben vor Vernässung schützen

Jetzt kommt es darauf an, die gelagerten Rüben vor Vernässung einerseits und vor Frostschäden andererseits zu schützen, ohne eine unnötige Erwärmung der Miete (Atmungsverluste) zu provozieren. Die Miete sollte dazu zunächst möglichst drei Tage offen bleiben, damit die Wundheilung bei guter Durchlüftung stattfinden kann und Eigenwärme der Miete abgeführt wird. Anschließend sollte die Miete vor stärkeren Niederschlägen und vor Eintritt von Frost mit Vlies abgedeckt werden (optimal bei Temperaturen im einstelligen Bereich).
 
Alles jetzt roden?
 
Da in der nächsten Zeit kein Regen erwartet wird, können sich in einigen Regionen die trockenheitsbedingten Rodeverluste (Wurzelbruch) noch erhöhen. Deshalb stellt sich unter diesen Bedingungen die Frage, ob aktuell eine "Komplett-Rodung" sinnvoll ist. Sofern die aktuellen Rodeverluste nicht zu hoch sind, sollten zuerst die Rüben für die Langzeitlagerung, beziehungsweise Spätlieferung (ab Ende Dezember) gerodet werden. Danach folgen die Rüben für die mittelfristige Lieferung. Diese Vorgehensweise bietet folgende Vorteile:
  • Die Rüben für die Langzeitlagerung kommen trocken, sauber und noch relativ ungeschädigt in die Miete, was die Lagerverluste verringert.
  • Bleibt es trocken und nehmen die Rübenbrüche bei der späteren Rodung zu, so werden die beschädigten Rüben zumindest nicht lange gelagert.
  • Wird es dagegen nass und erhöht sich der Erdbesatz, so ist auch in diesem Fall eine relativ kurze Lagerdauer von Vorteil. 
 
Bodenverdichtungen gezielt aufbrechen
 
Die in den meisten Regionen trockenen Bodenbedingungen bieten gute Voraussetzungen für eine anstehende tiefere Bodenbearbeitung in Vorbereitung für den nächstjährigen Rübenanbau. Wer eine Herbstfurche geplant hat, wird wohl kaum bessere Bodenbedingungen als aktuell vorfinden. Selbst Strukturschäden im Unterboden können zurzeit noch wirkungsvoll beseitigt werden. Zeigen sich beispielsweise Streifen oder unterschiedliche Pflanzenentwicklungen in Zwischenfruchtbeständen, so kann dies ein Hinweis auf Untergrundverdichtungen sein. Sofern sie sich mittels Sonde oder Spaten bestätigen lassen, können nach dem Schlegeln der Zwischenfrucht die Schadstellen mit Tiefenlockerungsgeräten gezielt aufgebrochen werden. Dies ist auf schwereren Böden gleichzeitig eine gute Bodenvorbereitung für die nächstjährige Mulchsaat.

Winterfurche mit dem Grubber

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