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Zuckerrüben

Vegetationsreport: Letzte Herbizidmaßnahmen in Rüben

von , am
21.05.2014

Wenn die Zuckerrüben vor dem 8-Blattstadium stehen, sollten die letzten Herbizidmaßnahmen durchgeführt werden. Dies trifft insbesondere auf die Versiegelungsmaßnahme zu.


In diesem milden Frühjahr wurden die ersten Zuckerrüben Anfang März gelegt. Die Wachstumsrate und die Blattbildung der Rübe sind stark von der Lichtintensität abhängig. Die früh gelegten Rüben sind bei flacher Ablage zum Teil verzettelt aufgelaufen, haben aber die kühlen Witterungsabschnitte gut überstanden und befinden sich jetzt oft im 6- bis 8-Blattstadium.
 
Die letzten Herbizidmaßnahmen sollten durchgeführt werden - besonders die Versiegelungsmaßnahme auf feuchten Boden mit Metamitron. Ab 8-Blattstadium sollten die Haupt-Herbizidmaßnahmen abgeschlossen sein und die Blätter vor Krankheiten geschützt werden. Bei anhaltender Trockenheit sollte auf die Blattwirkung gesetzt werden.

Wirkstoffwahl

Die Wirkstoffe Phenmedipham (PMP) und Desmedipham (DMP) stellen einen wichtigen Grundbaustein dar. Diese haben in höheren AWM eine gute Wirkung gegen Gänsefuß, Melde und Windenknöterich. Bei größerem Klettenlabkraut oder Windenknöterich sollte Triflusulfuron gegeben werden. Die warmen Temperaturen haben zum starken Auflaufen von Hirsen geführt. Diese sollten frühzeitig bekämpft werden.
 
Die Gräsermittel sind nicht immer mit den anderen Rübenherbiziden kombinierbar. Die Distelbekämpfung in Zuckerrüben sollte möglichst nicht großflächig erfolgen, sondern nur nesterweise durchgeführt werden, da das Schadrisiko für die Rübe hoch ist. Der Wirkstoff, Clopyralid, ist ein Wuchsstoff und benötigt für eine sichere Wirkung hohe Temperaturen. Das Clopyralid hat zusätzlich eine Wirkung gegen beispielsweise Kamille, Kornblume, Klatschmohn, Nachschatten und Hundspetersilie.  
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