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Zuckerrüben

Vermehrter Mäusefraß an Zuckerrüben

von , am
15.10.2012

In den östlichen Anbaugebieten wird die Feldmaus zum Problem. Die Zuckerwirtschaft beantragt Sondergenehmigungen zur oberflächlichen Ausbringung von Feldmausködern für mehrere Bundesländer.

Bei Nordzucker ist die diesjährige Kampagne seit 5. Januar beendet. © krick/agrar-press
Beim Umbruch von Ackerflächen kommt es derzeit zur vermehrten Einwanderung der Feldmaus in Rübenschläge. Besonders in den östlichen Anbaugebieten werden die kleinen Nager zum großen Problem. Hier zeigt etwa jede dritte Rübenfuhre Spuren von Mäusefraß. Die Problematik könnte sich in den nächsten Monaten in den Langzeitmieten noch verstärken.

Sondergenehmigung zur Bekämpfung der Feldmaus

Aufgrund des Massenauftretens der Feldmaus im Thüringer Becken - Experten schätzen bis zu 2.000 Mäuse pro Hektar - hat das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit eine Sondergenehmigung zur oberflächlichen Ausbringung von Feldmausködern für Thüringen erteilt.
 
Pfeifer & Langen hat sich gemeinsam mit dem ZRAV in Könnern und dem RRV im Rheinland an die Ministerien für Landwirtschaft und Umwelt in Sachsen-Anhalt und in Nordrhein-Westfalen gewandt, um auch in diesen Bundesländern geeignete Bekämpfungsmaßnahmen zuzulassen.

Faule Rüben unterscheiden

Faule Rüben sind ein ernst zu nehmendes Problem für den Anbauer und die Zuckerfabrik. Um in Zukunft Vorsorge treffen zu können ist es unbedingt notwendig, die verschiedenen Ursachen (Erreger) sicher zu unterscheiden. Mit dem neuen LIZ-Infoblatt "Rübenfäulen unterscheiden" lässt sich die Diagnose der Rübenfäulen anhand der Position der Fäule im Boden bzw. am Rübenkörper einfach durchführen. Die neu entwickelten Piktogramme veranschaulichen und helfen bei der Bestimmung.

Kampagnewerte einzelner Regionen

In der 40. KW sind die Erträge in fast allen Naturräumen weiter angestiegen.
Für das Gebiet Clauen lag der durchschnittliche Zuckerertrag in dieser Woche bei 12,2 Tonnen pro Hektar (t/ha) (65,9 t RE/ha mit 18,5 Prozent Zucker). Die Zuckergehalte sind nicht überall angestiegen. Die Spitze bildete in der Woche der Naturraum Sehnde und Innerstetal mit 19 Prozent. Insgesamt haben momentan fast alle Naturräume durchschnittliche Zuckererträge von über 12 t/ha. Dabei liegt der NR Clauen mit 12,6 t/ha vorne.
 
Die Naturräume Harzvorland und Elbaue melden  Zuckergehalte über 19 %. Die höchsten Erträge liefern derzeit das Übergangsgebiet nördlich der A2 mit 13,2 t ZE/ha und Velpke-Wolfsburg mit 69,1 t RE/ha.
 
Im Naturraum Schladen wurden 19 % Zuckergehalt in der vergangenen Woche in allen Naturräumen erreicht oder sogar überschritten worden. Die meisten "schlechten" Schläge sind gerodet, die Erträge stabilisieren sich um die 65 t je Hektar. Der Regen sorgte für eine erhebliche Verbesserung beim Roden. Die Rüben kommen bedeutend besser aus der Erde, der Erdhang ist geringfügig angestiegen.
 
Uelzen meldet steigende Zuckererträge. Die Rodearbeiten wurden am Wochenende nur kurzzeitig durch die ergiebigen Niederschläge unterbrochen. Die meisten Naturräume haben die 12 t ZE/ha-Marke überschritten. Den Spitzenwert in der Berichtswoche vom 1. bis 6. Okrober  belegt Salzwedel mit 13,2t ZE. Besonders erfreulich ist die Entwicklung des Zuckergehaltes. Lagen die Werte zum Kampagnebeginn bei Rund 17 % so bewegen wir uns heute bei 18,3 %.
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