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Zuckerrüben

Wenig Rübenfäulen in 2013

© landpixel
von , am
09.11.2013

Im LIZ-Gebiet wurden bislang wenig Rübenfäulen während der Ernte registriert. Der Erntefortschritt fällt Regional sehr unterschiedlich aus. Circa 40 Prozent der Rüben sind bereits verarbeitet.

Die Rübenernte 2014 neigt sich dem Ende. Nur noch im Rheinland laufen die Roder. © agrar-press
Ob Späte Rübenfäule (Rhizoctonia solani), Herz- und Trockenfäule, Rotfäule (Helicobasidium purpureum) oder Fäule in Verbindung mit dem Auftreten des Rübenkopfälchens - bislang wurden während der Ernte im LIZ-Gebiet erfreulicherweise wenig Rübenfäulen registriert. Bei den seltenen Fällen ist am ehesten noch die Fäule, bedingt durch das Rübenkopfälchen, erwähnenswert. Im Rheinland und im Raum Hannover wurden, in den letzten Wochen typische Symptome registriert. Fördernd waren vermutlich das kalte Frühjahr und die zum Teil ergiebigen Niederschläge ab Erntebeginn. Rotfäule, die sich von allen Fäulen wohl zuletzt während der Rübenernte entwickelt, konnte zwar bisher nur selten festgestellt werden, auf einigen wenigen Standorten allerdings mit unerklärlich starker Ausprägung.

Unterschiedlicher Erntefortschritt in den Regionen

Zum jetzigen Zeitpunkt sind in den meisten Regionen circa 40 Prozent der erwarteten Rübenmengen verarbeitet. Am weitesten ist die Verarbeitung mit 43 Prozent in Könnern fortgeschritten, während Euskirchen mit bislang 32 Prozent verarbeiteter Rüben den Großteil noch vor sich hat.
 
Regional größere Unterschiede gibt es beim Erntefortschritt. Im Einzugsgebiet der rheinischen Werke sind noch mehr als die Hälfte der Rüben im Boden und aktuell lagern nur sechs bis acht Prozent am Feldrand zur baldigen Abholung. Dagegen wurden im südlichen Niedersachsen bereits vermehrt Rüben für die Langzeitlagerung geerntet. In Schladen und Klein-Wanzleben lagern aktuell über 40 Prozent der Rüben bereits in Feldrandmieten und nur noch 20 Prozent müssen gerodet werden. 

Zuckerrübe könnte verstärkt als Energiepflanze genutzt werden

Die Zuckerrübe könnte eine Energiepflanze mit Zukunftschancen sein. Unter dem Motto "Konkurrenz schafft Effizienz" wurden in Göttingen, Halle/Saale und Straubing entsprechende Versuche gestartet. Die Versuche wurden in Kombination mit Winterweizen als Marktfrucht angelegt. Heuer ist bereits das sechste Versuchsjahr.
 
Im Vergleich mit der Zuckerrübe brauche es bei der Biogasrübe keinerlei Änderung im Anbau bezüglich Düngung oder Fruchtfolge. Die beste Zuckerrübensorte sei auch die beste Biogassorte. Die Rübe müsse zur Verwendung nur entblättert werden. Im direkten Vergleich von Parzellen mit Fruchtfolgen bei Mais und Zuckerrüben zeigte sich, dass der Nettoertrag von Mais eine Spur besser ist, allerdings sei am bayrischen Versuchsort eine Fruchtfolgekrankheit von Mais und Zuckerrüben zu erwarten, erläutert der Institutsleiter Bernward Märländer.
 
Ein weiteres Ergebnis betrifft das Flächenpotenzial: "2,7 Millionen Hektar könnten in Deutschland für den Zuckerrübenanbau verwendet werden, mindestens aber eine Millionen Hektar", so Märländer. Diese Zahl ergibt sich, wenn nur Gemeinden berücksichtigt werden, die nach der Agrarstrukturerhebung 2007 bereits Zuckerrübenanbauflächen aufwiesen. Die regionale Ausprägung des deutschen Flächenpotenzials ist aber stark unterschiedlich. Insgesamt kann zwar Silomais die höchsten Methanhektar- und Nettoerträge verbuchen, doch auch die Zuckerrübe hat sehr hohe Erträge. Bei ihr schlagen zudem noch die spätere Ernte, sowie Jahres-, Standort- und Beschäftigungseffekte zu Buche.
 

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